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Versuche gemacht worden sind, ihn zu verwirklichen.
Aber ich glaube, daß ein derartiger Versuch bei der gegen
wärtig herrschenden Auffassung von den Aufgaben der
Volkswirtschaftslehre früher oder später scheitern muß.
Ist es richtig, daß im Tempel der sozialökonomischen
Wissenschaft auch das wirtschaftspolitische Ideal seinen
Altar haben muß, dann wird das Volk in den Vertretern
der Wissenschaft nur Parteimänner sehen und es horcht
daher lieber auf die so mundgerecht dargereichten Lehren
der anerkannten Parteihäuptlinge.
Will die Wissenschaft dagegen ihre Aufgaben so be
grenzen, wie das hier vorgeschlagen wird, dann ist es
den Volkswirtschaftslehrern möglich, über die Schranken
der parteipolitischen Gegensätze hinweg, gestützt auf die
Autorität wahrer Wissenschaft, „an der ökonomischen Er
ziehung der Nation mitzuwirken und sie zum Eintritt in
die zukünftige Universalgesellschaft“ (List) vorzubereiten.
Insbesondere wird dann die Wissenschaft mit Erfolg
Vorurteile mancherlei Art beseitigen können. Sie wird —
wieder nur einige Beispiele zur Illustration — das Dogma
von dem naturnotwendigen Gegensatz zwischen Kapital
und Arbeit widerlegen können, es wird ihr möglich sein
zu zeigen, daß auf die Dauer Steigerung der Löhne weit
mehr gesichert werden kann durch Hebung der Produk
tivität der Arbeit als durch irgendwelche gewaltsamen
Kampfmittel, sie wird erklären können, warum die Miet
preise in unseren Städten so stark gestiegen sind, wo die
Ursachen einer allgemeinen Arbeitslosigkeit liegen, warum
ein hoher Getreidezoll durchaus nicht immer im Interesse
der Landwirtschaft liegt, daß auch die Spekulation eine
wichtige volkswirtschaftliche Mission zu erfüllen hat, daß
daher die Börse keineswegs nur „ein Monte Carlo ohne