Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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kredit,  Darlehenskredit  gegen  Eigenwechsel  oder  auch  Kontokorrentkredit.
Beim  Tode  eines  Genossenschafters  geht  selbstverständlich  schon  infolge
dieser  Verbindung  zwischen  Mitgliedschaft  und  Krediterteilung  die  Mitgliedschaft. ­
  nicht  an  die  Erben  über.  Freiwillig  kann  der  Genossenschafter
ganz  oder  für  einen  Teil  des  ihm  gewährten  Kredites  unter  Anzeige  an  die
Gesellschaft  als  Mitglied  unter  entsprechender  Reduktion  seiner  Anteile
zurücktreten.  So  weisen  diese  Genossenschaften  ein  bedeutend  variables
Moment  sowohl  im  einbezahlten  als  nominellen  Genossenschaftskapital  auf.
Was  z.  B.  die  den  Mitgliedern  gewährten  Kredite  anbetrifft,  weist  die
Union  Vaudoise  pro  1900  folgende  Zusammenstellung  auf:
14  Kredite  zu  Fr.  20,000  (Maximum  nach  Statuten),

89

5  5  55  55

10,000--20,000,



253

55  55  55

5,000--10,000,



1447

55  55  55

1,000--

  5,000

110

,,  unter  „

1,000,

total  1913  Kredite  an  ebenso  viele  Gesellschafter  im  Gesamtbetrag  von
5,534,000  Fr.  Wie  sehr  die  Gesellschaft  den  reinen  Personalkredit  ihrer
Mitglieder  befriedigt,  geht  aus  der  Zusammenstellung  über  die  Sicherheiten
der  obigen  Kredite  hervor:

1532  credits  sont  ouverts  sur  la  seule  garantie  personnelle  du  societaire;
175  „  ,,  ,,  avec  cautionnement;
15  ,,  „  ,,  „  nantissement  de  fonds  publics;
157  „  ,,  ,,  „  garantie  hypothecaire;
34  „  ,,  ,,  „  nantissement  de  polices  d’assurances.
Pro  1912  zeigt  die  Genossenschaft  auf  ein  gezeichnetes  Genossenschaftskapital
  von  Fr.  4,651,731.60  ein  einbezahltes  von  554,140  Fr.
Wie  sehr  diese  Kreditgenossenschaften  noch  im  Gegensatz  zu  manche!
andern  genossenschaftlich  organisierten  Bank  in  erster  Linie  für  die  Mitglieder ­
  bestimmt  sind,  zeigt  eine  Statutenbestimmung  des  Credit  Yverdonnois,
  wo  es  heisst:  „Le  Service  des  credits  des  societaires  prime  leä
autres  operations  financieres  de  l’association“.

2.  Der  Charakter  der  einzelnen  Banken  und  die  Möglichkeit
einer  Gruppierung.
Als  Grundlage  für  die  folgenden  Untersuchungen  dienten  vor  allein
die  vom  statistischen  Bureau  der  Schweizerischen  Nationalbank  zusammen'
gestellten  Zahlen  über  die  Bilanzen  und  die  Gewinn-  und  Verlustrechnungen
der  schweizerischen  Lokal-  und  Mittelbanken  für  die  Jahre  1906—1911
            
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