Full text : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Frankreichs  Bank-  und  Finanzwirtschaft.

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in  bare  Münze  verwandelt  werden  kann.  Faßt  man  so  die  einzelnen  Summen ­

  zusammen,

1.  Barvorrat  des  Tresors  in  England  und  Amerika  .
2.  3V2  %  amort.  Rente
3.  N.-V.-Wechsel
4.  N.-V.-Obligationen
5.  Dollar-Anleihe
6.  5  %  Rente  (Frankreich  -)-  England)
so  ergibt  sich  als  Gesamtzufluß
unter  Hinzuziehung  des  Notenbankvorschusses  .  .  .
eine  Einnahme  von
die  mit  einem  Steuerzuschuß  von
insgesamt  mit

581,00  Mül.  Frcs.
232,00  „
5  675,00  „
632,00  „  „
400,00  „  „
10  967,00  „  „
18  487,00  Mül.  Frcs.,
r  300,00  „  „

19  787,00  Mül.  Frcs.,
3  086,00  „  „
22  873,00  Mül.  Frcs.

die  reinen  Kriegskosten  des  Jahres  1915  in  Höhe  von  21  906,7  Mill.  Frcs.
zu  decken  vermochten.
Die  durchgeführten  Berechnungen  über  Einnahmen  und  Ausgaben
des  Schatzamtes  während  des  Krieges  ergeben  das  Resultat,  daß  die
gewaltigen  Lasten  zu  2 / ä  von  der  Notenbank  und  zu  ®/ 5  von  der  Öffentlichkeit ­
  getragen  werden.
Der  Krieg  geht  weiter,  und  das  Schatzamt  wird  im  laufenden
Jahre  1916  vor  die  gleichen  Aufgaben  gestellt.  Bereits  am  26.  November
1915  legte  der  Finanzminister  der  Kammer  eine  Kreditforderung
für  1916.  vor.  Sie  soll  die  Ausgaben  des  Staatshaushaltes  für  die  Zeit  vom
1.  Januar  bis  31.  März  1916  decken,  deren  Höhe  auf  rund  8173  Mill.  Frcs.
veranschlagt  ist.  Die  Berechnung  und  Veranlagung  der  einzelnen  Posten
erfolgte  nach  den  alten  Grundsätzen  und  bisherigen  Erfahrungen.  Als
Anhaltspunkte  dienten  dem  Schatzamte  natürlich  außer  den  Erfahrungen
der  letzten  Monate  auch  noch  direkte  Schätzungen,  die  sich  vornehmlich ­
  auf  die  Ausgaben  für  die  Kriegführung  erstreckten.
Von  den  für  das  allgemeine  Budget  geforderten  7523  Mill.  Frcs.
wird  der  größte  Teil  für  militärische  Zwecke  verwandt,  nämlich  5973,8
Mill.  Frcs.  Von  besonderem  Interesse  ist  die  Beobachtung,  daß  die  militärischen ­
  Ausgaben  gegen  die  letzten  drei  Monate  des  vergangenen  Jahres  gewaltig ­
  gestiegen  sind.  So  führt  der  Finanzminister  die  folgenden  Daten  an:
Mehrausgabe  für  Januar-März  gegen  Oktober-Dezember  1915.

Heer  und  Marine  803,00  Mill.  Frcs.
Kleidung  86,00  „  „
Gesundheits-Sanitätsmaterial  80,00  „  „
Pulvervorschüsse  70,00  „  „
ArtiUeriematerialien  355,00  „  „

Die  Höhe  des  letzten  Postens  hängt  mit  den  Bestrebungen,  die
Kriegsmaterialien  im  Inlande  zu  erzeugen,  zusammen.  Die  Verlängerung ­
  des  Krieges,  der  ungeahnte  Mengen  Munition,  Waffen  und
andere  Kampfbedarfsartikel  vernichtet  und  verbraucht,  um  die  Menschen ­
  durch  Granaten  zu  ersetzen,  die  immer  weiter  um  sich  greifende ­
  Ausdehnung  der  Kriegsschauplätze  nach  allen  Winkeln  Europas,
            
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