Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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wirtschaftlichen  Tätigkeit  keine  Fortschritte  machen.  Folglich
ist  das  Motiv  der  Kraftersparnis  ein  konstantes  Element.  Auf  die
Entwicklung  der  wirtschaftlichen  Tätigkeit  und  auf  die
Änderung  der  ökonomischen  Verhältnisse  wirkt  die  Entwicklung
der  Produktivkräfte,  die  hauptsächlich  ein  Resultat  des  technischen ­
  Fortschritts  ist.
Die  Bevölkerungszunahme  und  die  Entwicklung  der  Produktivkräfte ­
  müssen  einer  Untersuchung  der  wirtschaftlichen
Verhältnisse  und  ihrer  Entwicklung  zugrunde  gelegt  werden.
Erst  dann  wird  nicht  nur  die  Erklärung  verschiedener  sozialer
Erscheinungen,  sondern  auch  die  Bildung  von  Zukunftsidealen
ermöglicht.  Ob  diese  Ideale  utopisch  oder  wissenschaftlich  sind,
ob  sie  eine  progressive  oder  reaktionäre  Bedeutung  haben,  läßt
sich  danach  bestimmen,  inwiefern  sie  dem  Grundfaktor  der  Entwicklung ­
  nicht  widersprechen  und  die  Entwicklung  der  Produktivkräfte ­
  nicht  hemmen.
III.
Indem  wir  von  Zukunftsidealen  sprechen,  berühren  wir  die
Frage  der  ökonomischen  Gesetze,  der  Möglichkeit,  die  wirtschaftliche ­
  Entwicklung  in  bestimmter  Richtung  zu  ändern.  Die
Meinungen  darüber  nicht  nur  des  „großen  Publikums“,  sondern
auch  der  Soziologen  sind  sehr  verwirrt.  Die  verbreitetste  vulgäre ­
  Vorstellung  von  der  ökonomischen  Theorie  und  den  „Gesetzen“ ­
  der  Volkswirtschaftslehre  besteht  darin,  daß  diese  Gesetze
etwas  dem  freien  Willen  des  Menschen  Entgegengesetztes  seien,
wider  diesen  Willen  bestimmte  Resultate  hervorriefen,  und  daß
deshalb  ein  Kampf  dagegen  aussichtslos  sei.  Kurz,  die  Geschichte
entwickle  sich  mit  fataler  Notwendigkeit,  durch  äußere  Gesetze
bestimmt,  ganz  gleich,  ob  der  Mensch  diese  Entwicklung  will
oder  nicht.
Zum  Teil  tragen  die  Volkswirte  selbst  die  Schuld  an  diesem
Mißverständnis  der  wirtschaftlichen  Gesetze,  weil  sie  es  vermieden ­
  haben,  auf  den  Zusammenhang  (viele  haben  ihn  vielleicht ­
  auch  nicht  eingesehen)  zwischen  dem  Bewußtsein  des  wirtschaftenden ­
  Subjekts  und  dem  objektiven  Prozeß  hinzuweisen,
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