Briinellen
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Buckskin
Kartoffelmehl zum K.-Brot) vorgeschrieben,
deren baldige Aufhebung anzustreben ist.
Briinellen (Prünellen) sind Obstkonserven,
welche aus geschälten Zwetschen durch starke
Schwefelung und nachfolgendes Trocknen an
der Sonne hergestellt werden und in Holzkisten
von 1/4—25 kg, meist i2 1 / 2 kg, Inhalt zum Versand
gelangen. Der Ursprung der Fabrikation
ist in Frankreich zu suchen, jedoch kommt finden
deutschen Markt jetzt fast nur noch das
Görzer Gebiet, welches jährlich 10000 dz im
Werte von 1 Million Kronen erzeugt, sowie die
ständig ansteigende beträchtliche Ausfuhr Kaliforniens
in Frage. Der Gehalt an schwefliger
Säure, der zwar bei den Görzer B. ziemlich
niedrig ist, bei den amerikanischen Erzeugnissen
aber eine beträchtliche Höhe erreicht, soll0,1250/0
nicht übersteigen.
Brussawein, ein gelblichgrüner Wein aus der
Gegend von Brussa in Kleinasien, ist den weißen
Bordeauxweinen ähnlich, nur gerbstoffreicher
und schwerer und bildet den besseren Tischwein
der Christen im Orient.
Brustbeeren (lat, Fructus jujubae, frz. Jujube,
engl. Jujube-berries) sind die Früchte von Zizyphus
vulgaris und Z. lotus. Erstere werden
französische, letztere italienische B. genannt.
Sie besitzen eine rote Farbe, schmecken süß
und werden bei katarrhalischen Leiden verwandt,
Bruzin (lat. Brucinum, frz. Brucine, engl. Brucin),
ein neben Strychnin in den Krähenaugen
(s. d.) und der falschen Angosturarinde enthaltenes
giftiges Alkaloid, welches beschränkte
medizinische Anwendung findet, besteht aus
farblosen, bitter schmeckenden Kristallen und
bildet mit den Säuren die Bruzinsalze.
Buccoblätter (lat, Folia bucco, frz. Feuilles de
bucco, engl. Buchu-leaves), ein Artikel des Drogenhandels,
von dem zwei Arten, runde und
lange B., beide aus Südafrika, unterschieden
werden. Die runden (Folia bucco rotundae)
bilden die gewöhnliche Sorte, werden von mehreren
Arten Barosma gesammelt und sind
lederartig, eiförmig, am Rande gekerbt und
gelblichgrün. Die langen (Folia bucco longae)
stammen von Empleurum serratifolium, E.
ensatum, und sind schmäler und länger als die
ersteren. Die bitter schmeckenden, nach Katzenurin
riechenden B. enthalten 0,8—2,5 o/ 0 eines
ätherischen Öles sowie Harz und Schleim und
werden als harntreibendes Mittel angewandt.
ßuchdruckfarben sind Gemische von Firnis
mit Ruß (Druckerschwärze) oder Mineralfarben,
wie Zinnober, Ultramarin, Berlinerblau, Chromgrün,
Ocker.
Bucheckern (Buchein, lat. Nuces fagi, frz.
Fruits de htee, engl. Beech-nuts),, die Früchte
der Buche, Fagus silvatica, bilden ein vortreffliches
Mastfutter für Schweine, sind aber
andern Haustieren schädlich. Man sammelt sie
zur Aussaat, zur Fütterung, zur Ölgewinnung
und zur Verwendung als Kaffee-Ersatz. Zur
Aussaat werden die B. durch den Handel verbreitet.
Bucheckernöl (Buchenkernöl, lat. Oleum nucum
fagi, frz. Huile des fruits de h6tre, engl.
Beech-oil), das zu etwa 17 0/0 in den Früchten
der Rotbuche, Fagus silvatica, enthaltene fette
Öl wird durch Pressen gewonnen und ist, namentlich
wenn es kalt und aus geschälten
Früchten gepreßt wurde, ein vortreffliches
Speiseöl. Man gewinnt es hauptsächlich in
Thüringen, der Provinz Hannover und in Frankreich.
Es ist gelb, geruchlos, hat ein spez.
Gew. von 0,9225 und erstarrt bei —17,5°.
Buchsbaumholz (Buchsholz, frz, Bünit, engl.
Box-wood) von Buxus sempervirens, ist ein
sehr wertvolles, hartes, äußerst dichtes und haltbares
Holz von gelblicher bis gelber Farbe. Das
europäische B., aus Italien, Südfrankreich und
Spanien sowie das etwas dunklere westindische
B. wird zu Drechslerarbeiten und zur Verfertigung
musikalischer Instrumente, Flöten und
Oboen benutzt. Das türkische und kleinasiatische
sowie das aus Persien und dem Kaukasus
dagegen, welches sich durch eine größere
Gleichmäßigkeit auszeichnet, wird für Holzschnitte
angewandt und zu diesem Zwecke in,
der Hirnfläche parallele, Scheiben geschnitten.
Es kommt über Konstantinopel und geht meist
nach England, zum kleineren Teile nach Triest.
Buchweizen (Heidekorn, frz. Blö noir, engl.
Crap, Darnel, Buck-wheat), eine Polygonazee,
wird auf ärmerem, sandigen Boden, hauptsächlich
in den Heidegegenden der germanisch-sarmatischen
Tiefebene und den nordischen Gebirgsländern
angebaut und bildet hier vielfach
neben dem Hafer die einzige Mehlfrucht. In
den Ebenen Nordwestdeutschlands und Hollands
brennt man die Moore einfach ab und sät den
B, in die noch warme Asche. Der Körnerertrag
kann sehr reichlich ausfallen, ist aber meist unsicher,
besonders wenn es an befruchtenden fnsekten
(Bienen) fehlt. Als Stammpflanzen unterscheidet
man Polygonum fagopyrum und P.
tartaricum, von denen die erstere den sog.
gemeinen, meist in Europa angebauten Buchweizen
liefert, während die letztere, der minderwertige
sibirische oder schottische Buchweizen,
meist nur als Futter- und Düngungspflanze angebaut
wird. Die im gemeinen B. bisweilen als
Verunreinigung angetroffenen Samen der tatarischen
Art können an ihren ausgeschweiften
Kanten bestimmt werden. B. wird im geschälten
Zustande sowohl als Grütze wie als Mehl
verwandt. Das letztere besitzt eine bräunlichweiße
bis graue Farbe, zeichnet sich durch einen
ziemlich hohen Gehalt an Protein und Fett,
neben allerdings ebenfalls beträchtlichem Rohfasergehalt
aus und dient zur Herstellung von
Suppen, Pfannkuchen, Würsten usw., eignet sich
aber nicht besonders zur Brotbereitung. Die
Kleie, wie das Stroh, bilden wertvolle Futtermittel.
Als Handelsartikel kommt dem B. nur
untergeordnete Bedeutung zu, weil er meist an
Ort und Stelle verbraucht wird.
Buckskin, (v. d. Engl, buck-skin, wörtlich Bockfell),
eine Gattung viel fabrizierter Wollstoffe,
welche an Stelle von Tuch hauptsächlich als
Beinkleider, in stärkerer Herstellung auch als
Röcke (Paletotstoffe) getragen werden, sind mit
wenig Ausnahmen Köpergewebe und haben als
solche mehr Elastizität als die Tuche. Sie sind
mehr oder weniger gewalkt, auf der rechten
Seite glatt geschoren, ohne vorher gerauht zu
sein, und besitzen infolge der stärkeren Drehung
des Garnes nicht den Glanz des Tuches. Die