Full text : Graf Georg Kankrin in nationalökonomischer und finanzwirtschaftlicher Beziehung

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Von  größerer  Bedeutung  für  den  Standpunkt  unseres
Autors  sind  die  Äußerungen,  welche  er  über  sogenannte
Urquellen  der  Produktion  macht.
Die  Kräfte  der  Natur  sind  danach  »die  erste  Quelle
der  Produktion«,  nicht  aber  die  Arbeit. 1 )  »Wie  hat  man
wohl  die  Arbeit  zu  beinahe  ausschließlicher  Quelle  der
Produktion  machen  können«  sagt  G.  Kankrin  ganz  wie
ein  Physiokrat.  »Bringt  der  Mensch  denn  wohl  eine  Ähre
hervor?  Und  wie  hat  man  die  plastische  Kraft  der  Natur
so  hintansetzen  können,  als  ob  sie  höchstens  eine  Nebenbedingung ­
  der  Arbeit  wäre,  da  doch  die  Arbeit  in  den
meisten  Fällen  nur  als  Entwickelung,  der  Naturkraft  untergeordnet, ­
  dient«? 2 )
Kankrin  unterscheidet  im  »Weltreichtum«  zweierlei
Arten  von  Naturkräften:  erstens,  diejenigen,  die  sich  in  den
»längst  vorhandenen  Schätzen«,  wie  in  Metallen,  Edelsteinen ­
  etc.,  finden;  zweitens,  diejenigen,  die  sich  im  »tierischorganischen ­
  und  vegetabilischen  Leben«  äußern. 8 )  Dagegen
werden  in  der  »Ökonomie«  beide  hier  genannten  Arten  zu
der  direkten  Naturkraft  gezählt,  während  zu  der  i  n  -
direkten  solche  Naturkräfte  gehören,  die  »der  Mensch
sich  dienstbar  macht  und  die  ohne  seine  Arbeit  wirkungslos ­
  bleiben  würden«,  und  zwar  in  erster  Reihe:  Feuer,
Wind,  Magnetismus  etc.,  in  zweiter  aber  auch:  Flüsse,
Seen  etc.,  als  »Medium  der  Schiffahrt  und  des  Fischfanges«. 4 )
Die  Einteilung  der  organisch-physischen  Kräfte  der
Menschen  und  der  Tiere,  die  nach  den  Naturkräften  als  die
zweite  Hauptquelle  der  Produktion  zu  betrachten  sind,  stellt
Kankrin  nach  folgendem  Schema  zusammen:  organischphysische ­
  Kräfte  der  Menschen  und  der  Tiere,  welche  die
Kräfte  der  Natur  zur  Wirkung  bringen,  finden  ihren  Ausdruck ­
  in  der  Arbeit.  Auf  einer  niedereren  Stufe  derselben
wirkt  nur  »gemeine  Intelligenz«  (auch  bei  Tieren)  mit;  auf
der  höheren  macht  die  Intelligenz  die  Arbeit  durch  Teilung
i)  Weltr.  5;  Ök.  5.  —  2)  Weltr.  5.  —  3 )  Weltr.  5/6.  p  Ök  5-
            
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