Full text : Die Nährmittelverteilung im Kriege

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stellung  von  Silppenfabrikaten,  insbesondere  von  Suppenwürfeln
und  losen  Suppen  zu  betreiben  und  auch  diese  nach  einheitlichen
Grundsätzen  zur  Verteilung  zu  bringen.  Denn  auch  bei  diesen
Waren  hatte  sich  das  Bedürfnis  e  i  n  e  r  Vereinheitlichung ­
  ergeben,  insbesondere  hinsichtlich  der  Samm-Iung
  aller  zur  Suppenherste11ung  notwendigen
R  o  h  st  o  f  f  e  (Mehl,  Hafer,  Gerste,  Grieß,  Teigwaren,  Grünkern,
Hülsenfrüchte  usw.)  und  Zuleitung  dieser  Rohstoffe
a  n  L  i  e  B  e  t  r  i  e  b  e  d  u  r  ch  e  i  u  e  S  t  e  l  l  e.  Solange  die  Zuteilung ­
  an  die  Betriebe  von  verschiedenen  Stellen  erfolgte,  war  auch
hier  in  wachsendem  Maße  der  Mißstand  eingetreten,  daß  die
Grundsätze  der  Zuteilung  nicht  einheitlich  waren.
Zur  Ausführung  wurden  Maßnahmen  getroffen,  die  Belieferung ­
  der  Hersteller  von  Suppenwaren  aller  Art,  sowie  von
Kindernährmitteln,  Speisepulvern  u.  dergl.  mit  den  Rohstoffen,
die  von  den  einzelnen  Kriegsgesellschaften  zur  Verfügung  zu  stellen
sind,  in  der  Reichsverteilungsstelle  zu  vereinigen;  auch  wurde  angeordnet, ­
  daß  diese  Kriegsgefellschaften  von  einem  bestimmten
Tage  ab  Rohstoffe  der  genannten  Art  nur  noch  im  Einvernehmen
mit  der  Reichsverteilungsstelle  oder  nach  deren  Weisung  den
Fabriken  zugehen  lassen  dürfen.
Zur  geschäftlichen  Durchführung  dieser  Aufgabe
bedurfte  die  Reichsverteilungsstelle  einer  Organisation,  welche
in  der  Lage  war,  das  Sammeln  der  Rohstoffe  zu  übernehmen,
diese  den  in  Frage  kommenden  Fabriken  zuzuführen  und
die  bestimmungsgemäße  Verwendung  der  Rohstoffe  zu  überwachen. ­
  Diese  Ausgaben  konnten  entweder  von  einer  bereits ­
  bestehenden  Gesellschaft  erfüllt  werden  oder  durch
eine  neue  Rechtspersönlichkeit,  an  der  Vertreter  der  in
Frage  kommenden  Fabrikationszweige  beteiligt  wurden,  sodciß
deren  Sachkenntnis  für  die  Lösung  der  Aufgaben  unmittelbar ­
  nutzbar  gemacht  werden  konnte.  Leitende  Firmen  der  in  Betracht ­
  kommenden  Industriezweige  stimmten  diesem  Wege  zu
und  empfahlen  die  Gründung  einer  der  Reichsverteilungsstelle  anzugliedernden ­
  „K  r  i  e  g  s  n  ä  h  r  m  i  t  t  e  l  g  e  s  c  l  I  s  ch  a  f  t  mit  beschränkter ­
  Haftung".
Unter  dieser  Firma  wurde  Ende  November  1916  mit  dem
Sitze  iu  Berlin  eine  in  ihrer  Dauer  unbeschränkte  Gesellschaft  er-
            
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