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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

12 
Geld und 
Kapital. 
der unmittelbar zum Verbrauche bestimmt ist. Der Vorteil, der darin 
liegt, daß die Definition sich dem Sprachgebrauche anschließt, ist un- 
verkennbar. Als Kapitalist wird derjenige bezeichnet, der aus einem 
größeren Vermögen ohne eigene Arbeit genügendes Einkommen bezieht, 
um davon zu leben, und sein werbend angelegtes Vermögen, in Geld 
ausgedrückt, ist sein Kapital. Das ist die privatwirtschaftliche Auf- 
fassung. Es scheint uns aber eine große Gefahr mit dieser Definition 
verbunden zu sein, eine Vermengung von Geld und Kapital herbei- 
zuführen, während gerade diese Scheidung dem Anfänger besondere 
Schwierigkeit macht, und die Verwirrung im Publikum allgemein eine 
bedenkliche Rolle spielt. Außerdem fällt hiernach der Begriff des 
Kapitals mit dem des Stammvermögens, wie erwähnt, völlig zusammen. 
Wir müssen uns aber noch den Unterschied zwischen Geld und 
Kapital vergegenwärtigen. 
Im gewöhnlichen Leben spricht man von dem Vermögen oder der 
Erbschaft einer Person nur, indem man den Wert in Geld ausdrückt, 
also etwa 100000 M. Die Summe ist indessen natürlich nicht in 
klingenden Münzen in der Hand des Betreffenden, sondern ev. in Form 
eines Hauses für 50000 M., für 10000 M. Eisenbahnaktien, für 10000 M. 
Aktien einer Spinnerei, für weitere 10000 M. eines Bergwerks, außerdem 
eine Hypothek und Staatsobligationen. So ist das Kapital des Be- 
treffenden in der mannigfaltigsten Weise wirtschaftlich angelegt, volks- 
wirtschaftlich wirksam und für ihn selbst nutzbar... Das Geld, in dem 
der Gesamtwert ausgedrückt ist, kommt selbst dabei gar nicht in Betracht, 
sondern nur das dahinter stehende Kapital in mannigfaltiester Form. 
$ 16. 
Die Arten des Kapitals. 
Betriebs- 
kapital. 
Man unterscheidet selbstverwendetes und Leihkapital. Das 
letztere wurde ursprünglich allein Kapital genannt und Kapitalist, wer 
ohne Arbeit sich aus seinem Vermögen durch Zinsgenuß Einkommen 
verschaffen kann. Das Kapital zerfällt auch in bewegliches und 
unbewegliches Kapital. das letztere umfaßt kultivierten Boden, 
Gebäude usw. 
In der Landwirtschaft spricht man von Grund- oder auch An- 
kaufskapital, gegenüber dem Betriebskapital Das erstere 
begreift den Grund und Boden, die Gebäude, das sog. eiserne In- 
ventarium in sich, welches die unentbehrlichen, zum Betriebe gehörigen 
Geräte und den Viehstand umfaßt; das letztere ist der Betrag, der 
zur Instandhaltung der Wirtschaft notwendig ist, wie zur Durchführung 
des laufenden Betriebes, zur Lohnzahlung und Beschaffung des Unter- 
haltes für Menschen und Vieh, 
Die österreichische Schule unterscheidet zwischen Kapitalien erster 
Ordnung, wozu sie Nutzgüter, wie Häuser, Kleider, sowie Genuß- 
güter, wie Nahrungsmittel, Brennmaterial usw. rechnet, die nur einmal 
gebraucht werden können, und Kapitalien zweiter und weiterer Ordnung, 
unter welchen Produktivgüter, wie Maschinen, Geräte u. del. ver- 
standen werden. 
Van der Borght (Jahrb. f. Nat.-Oek., 3. F, 24, 1903) hat neuer- 
dings die Scheidung von Produktionsanlagen und Werkzeugen vorge- 
schlagen, denen das Geldkapital gegenüber zu stellen sei. Roh- und
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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