Full text: Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

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Prinzipal besser stelle als die Mädchen in der Stadt mit 100 Fr. 
pro Monat ohne Pension, besonders wegen der Kleider, die ein 
facher sind und weniger abgenützt werden. — Der erste Ge 
danke ist zweifellos richtig, in bezug auf geringere Kleider 
abnutzung auf dem Lande darf man wohl ein grosses Frage 
zeichen setzen. Eine andere Ladentochter vom Lande schreibt 
denn auch gerade das Gegenteil: „Etwas mehr Lohn dürfte auch 
bezahlt werden, da man sehr viel Kleider braucht und auch die 
meiste Zeit angestrengt arbeiten muss“. » 
Weitere „Stimmen aus dem Publikum“ sind nicht vorhanden, 
ausgenommen, dass sich einige Verkäuferinnen beklagen, die 
viele Ueberzeit werde nicht extra bezahlt. 
Was nun die zweite Gruppe, die Damenschneiderinnen, 
anbelangt, so finden wir nachstehende Lohnverhältnisse: 
Lohn 
Keine oder ungenügende Angaben 
Stücklohn 
Taglohn, und zwar: 
Bis 2 Fr 
2— 3 Fr 
3- 4 
4 und mehr Fr 
Kost, Logis und monatlich: 
30—39 Fr 
Monatslohn: 
60— 79 Fr. 
80— 99 „ 
100—119 „ 
120—139 „ 
140—149 „ 
Stadt Land Total 
8 9 17 
18 
40 
Total 44 
24 
68 
Hier herrschen die Taglöhne vor, wobei die Stadt bedeutend 
schlechtere zahlt als das Land. Auch hier gibt es, wider Er 
warten, wenige Schneiderinnen, die neben Kost und Logis einen 
Lohn beziehen. Dagegen gibt es mehrere Schneiderinnen in der 
Stadt, die einen festen Monatslohn erhalten. Klagen aus dieser
	        
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