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Dass der Beweis etwa bei dieser kleinen Zahl von Unter
suchungsobjekten nicht durchschlagend ausfällt, ist klar. Es gibt
eben auch kleine Löhne trotz langer Lehre, aber es ist immerhin
bezeichnend genug, dass von allen Töchtern mit unter 2 Jahren
Lehrzeit keine einzige die Lohnklasse von 120 Fr. pro Monat
erreicht.
Lohnzahlungsfristen. Auf diese Frage ist im allgemeinen
sehr gut und vollständig geantwortet worden, und wir lassen
deren Ergebnisse nach Berufszweigen hier folgen:
Berufszweig
Frage
unbeantwortet
Der Lohn wurde ausbezahlt:
Wöchentlich
Alle 14 Tage
Monatlich
Handel
6
4
8
145
Schneiderei. . .
14
6
29
19
Näherei
4
6
16
5
Bureau
1
—
1
24
Glätterei
4
9
2
4
Modes
—
— '
2
12
Diverse
2
5
7
5
Total
31
30
65
214
Die Zahlen, nach Stadt und Land unterschieden, bieten kein
besonderes Interesse, weil die Verhältnisse dem Total vollständig
entsprechen. Dass im Handel und Bureau die monatliche Be
zahlung vorherrscht, überrascht niemanden, dagegen hätte in
andern Berufen kaum eine solche Verbreitung der monatlichen
Bezahlung vermutet werden können. Der wöchentliche Zahltag
ist einzig in der Glätterei einigermassen nennenswert.
Leider ist nicht gefragt worden, ob der Zahltag auch
pünktlich erfolge, denn hier herrschen mehr Misstände, als man
im allgemeinen glaubt. Es hat denn auch die eine oder andere
Tochter es von sich aus als nötig erachtet, auf dem Fragebogen
solches zu vermerken. So schreibt eine Ladentochter vom Lande:
„Den Lohn erhalte ich nie zur Zeit, wie sich’s gehört; z. B. den
Lohn vom Juli habe ich bis heute (23. August) noch nicht
erhalten“.