Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Arbeiterhäuser der Schnellpressenfabrik König & Bauer. 
Schnellpressenfabrik König & Bauer, 
G. m. b. H., Würzburg-Zell. 
Die Firma König & Bauer hat es von jeher für eine Ehrenpflicht betrachtet, für die 
körperliche und geistige Wohlfahrt ihrer Angestellten nach Kräften zu sorgen. 
Die Kassen sind zum großen Teile schon lange vor Erlaß irgendwelcher gesetzlicher 
Bestimmungen von der Firma gegründet worden. Die Firma hat die den Kassen überwie 
senen Mittel aus ihrem eigenen Vermögen abgesondert, sodaß sie nicht etwa bloße Passiv 
posten in der Bilanz darstellen, sondern die Kassen haben ihr eigenes Vermögen, das unter 
der freien, nur durch die Satzungen eingeschränkten Selbstverwaltung der Arbeiter steht. 
Mit diesem Grundsatz hat die Firma durchweg gute Erfahrungen gemacht. 
DIE FABRIKKRANKENKASSE wurde am i. Januar 1855 gegründet mit einer Zu 
wendung von 10 000 fl. seitens der Firma. Bis 1885 gewährte die Firma einen jährlichen 
Zuschuß in der Höhe der Beiträge sämtlicher Mitglieder, seitdem nur noch den reichs 
gesetzlichen Zuschuß von der Hälfte der von den Arbeitern aufgebrachten Beiträge. 
FRAU LUISE BOLZA’SCHE-KRANKENSTIFTUNG. In einem gewissen Zusammen 
hang mit der Krankenkasse steht die Bolza-Stiftung, die im Jahre 1898 durch Schenkung 
von 30 000 M. begründet wurde, am 31. Mai 1907 ein weiteres Geschenk von 10 000 M. 
erhielt und jetzt 42000 M. Vermögen hat. Sie bestreitet für etwa 10 bis 15 Arbeiter jähr 
lich die Kurkosten bis zur vollständigen Herstellung. 
Ferner wurde 1906 durch Schenkung von 10 000 M. die 
REKONVALESZENTEN-STIFTUNG begründet, durch die eine Erhöhung der gesetz 
lichen Leistungen der Krankenkasse ermöglicht wird. 
ARBEITERSPARKASSE. Die Arbeitersparkasse trat am 1. April 1865 ins Leben. 
Um den Spartrieb der Arbeiter zu fördern, werden seitens der Kasse für die Einlagen der Ar 
beiter bedeutend höhere als die landesüblichen Zinsen gewährt. Das Stammvermögen der Kasse 
dient dazu, um aus seinen Zinsen den Zinssatz auf die Spareinlagen zu erhöhen. Der Kasse 
hat die Firma bei der Gründung 10 000 fl. und im Jahre 1906 weitere 15 000 M. zugewendet.
	        
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