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Franz Kathreiners Nachfolger, G.m.b.H.,
München u. Hamburg.
Die Firma erhielt 1897 die Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung; sie ging
aus der im Jahre 1871 gegründeten Firma gleichen Namens hervor. Das Stammkapital,
ursprünglich 2,3 Millionen Mark, erfuhr mehrmals Erhöhungen und beträgt heute 4,2 Millionen
Mark. Der Geschäftsbetrieb umfaßt den Import und Handel mit Kolonialwaren,
insbesondere Kaffee, Tee, Landesprodukten, sowie die Fabrikation von Speisefetten, Fruchtkonserven
u. a. m. Beschäftigt werden durchschnittlich 240 Kaufleute und 60 Reisende,
290 Arbeiter und Arbeiterinnen; insgesamt 590 Personen.
PERSONAL-UNTERSTÜTZUNGSFONDS. Bei der Umwandlung der Firma in eine Gesellschaft
mit beschränkter Haftung hat man auch eine Fürsorge für die Angestellten ins
Auge gefaßt und seither jährlich aus den Ergebnissen dem Personalunterstützungsfonds
regelmäßige Zuwendungen gemacht. Heute beläuft sich derselbe rund auf die Summe
von 125 000 M. Aus dem Fonds konnten im Laufe der Jahre einer Reihe von Angestellten
fortlaufende Unterstützungen gewährt werden; im ganzen wurden bis jetzt dem Fonds
rund 15 000 M. für solche Zwecke entnommen. Im Jahre 1908 errichteten die Begründer
und Besitzer der Stammfirma, die Herren Kommerzienräte Emil Wilhelm und Adolph
Brougier aus Anlaß ihrer 50jährigen Zugehörigkeit zum Kaufmannsstande eine
WOHLTÄTIGKEITS-STIFTUNG im Betrage von 100000 M., die ebenfalls zur Unterstützung
von Angestellten dienen soll. Die letztere Stiftung ist heute auf einen Betrag von
rund 110000 M. angewachsen.
BETRIEBSKRANKENKASSE. Seit dem Jahre 1888 besteht eine Betriebskrankenkasse.
Die Arbeiterschaft ist größtenteils in einem Sparverein zusammengeschlossen. Durch eine
KANTINE innerhalb des Geschäftsetablissements, wofür die Räume kostenlos zur
Verfügung gestellt sind, ist für möglichst gute und billige Lebensmittel gesorgt.