Günther Wagner, Hannover und Wien.
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riger Dienstzeit alljährlich bei voller Lohnzahlung ein Urlaub von acht Tagen zu. — Hoher
Wert ist auf ästhetische Maßnahmen gelegt. Das freundliche Grün des Fabrikhofes und
der Umgebung, die schönen, stilechten Formen der Gebäude, der Schmuck der Wände
und die geschmackvolle Ausstattung der Räume sollen die Freude an der Arbeit heben
und den Sinn für das Schöne, auch im Interesse der eigenen Häuslichkeit, fördern. — Die
Fenster sind mit Blumen geschmückt, deren Pflege während der Arbeitszeit gestattet ist.
Die Blumen werden den Arbeiterinnen zur Verfügung gestellt und die bestgepflegten von
der Firma prämiiert. — Der geistigen Förderung dient eine Bibliothek. Für belehrende Vor
träge steht ein großer Lichtbildapparat mit Kinematograph zur Verfügung.
Damit die Firma in Fühlung mit ihren Arbeitern bleibe, hat sie schon vor Einführung
der gesetzlichen Arbeiterausschüsse die Bildung eines aus der Mitte der Arbeiterschaft
gewählten Ausschusses veranlaßt, der mit der Leitung über die Angelegenheiten der Arbeiter
und Arbeiterinnen berät. — Ein seit 10 Jahren bestehendes Sozialsekretariat erteilt den
Arbeiterinnen Rat in sozialen, Gesundheits- und Rechtsfragen, vermittelt zwischen ihnen
und dem Arzte oder der Leitung und macht Vorschläge zum Wohle der Arbeiterschaft. Die
Vorsteherin besucht kranke Arbeiterinnen und Wöchnerinnen, nimmt sich der Kinder
an usw. Gelegentliche Kurse für Säuglingspflege u. dgl. tragen weiter zur Förderung der
Wohlfahrt bei. — Durch die Bereiterklärung, Gerichtsassessoren informatorisch zu beschäf
tigen, ist es der Firma möglich geworden, eine Rechtsauskunftsstelle für Arbeiter und
Beamte zu errichten. — Für die Beamten besteht seit 1910 eine Pensions-Witwen- und
Waisenkasse. Den Grundstein legte der jetzige Inhaber der Firma im Jahre 1906 durch
die oben erwähnte Stiftung von 100000 M. Diese Stiftung ermöglichte es, die Mitgliedschaft
älterer Beamten bis zu ihrem vor Gründung der Kasse erfolgten Dienstantritt zurück
zudatieren. Die Firma leistet einen Zuschuß von 8 % der von ihr gezahlten pensionsfähigen
Jahresgehälter. Ferner besteht eine Sterbekasse, die, von der Firma angeregt, in den
Händen der Beamten liegt.
Die aufgeführten ästhetischen und hygienischen Maßnahmen kommen auch den Be
amten zugute. Auch sie sind an den Sonnabendnachmittagen frei und haben jährlich auf
Urlaub Anspruch. Eine Bibliothek, verschiedene Lesezirkel, Vorträge und Ausbildungs
kurse sowie gelegentliche Preisausschreiben über kaufmännische und organisatorische Fragen
regen zur Fortbildung
an. Durch eine prozen
tuale Beteiligung am Ge
schäftsgewinn wird die
Arbeitsfreude und die
Anteilnahme der Beam
ten an der Entwicklung
des Geschäftes erhöht.
Badezellen,
Sozialsekretariat,
Kantine.