Württembergische Metallwarenfabrik, Geislingen.
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Sicherung des Hausstandes auch für ungünstige Zeiten zu wissen, hatten dies der Jugend
sparkasse zu danken.
Am 31. Dezember 1912 wiesen die Kontokorrentguthaben der Einleger der Jugend
sparkasse folgende Beträge auf:
Abt. I. Lehrlinge und gelernte Arbeiter bis zu 25 Jahren, 434 Ein
leger 177 55°,!5 M -
„ II. Ungelernte Arbeiter bis zu 25 Jahren, 421 Einleger ... 69 197,49 ,,
,, III. Junge Arbeiterinnen bis zu 23 Jahren, 444 Einlegerinnen . 60 835,38 ,,
,, IV. Gelernte Arbeiter über 25 Jahren, 71 Einleger 73 074,64 ,,
,, V. Ungelernte Arbeiter über 25 Jahren, 20 Einleger 12 037,69 „
,, VI. Arbeiterinnen über 23 Jahren, 12 Einlegerinnen 4 776,15 ,,
1402 Einleger 397 471,50 M.
Die Ausbildung der weiblichen Jugend in Geschäften des Haushalts wird bei
jeder sich bietenden Gelegenheit nach Möglichkeit unterstützt und gefördert. Zur Unter
weisung in weiblichen Handarbeiten, u. a. im Nähen und Flicken, finden in Geislingen
Jugendheim. Dramatische Aufführungen.
seit 1906 regelmäßige unentgeltliche Handarbeitskurse für Mädchen unter Leitung
von Arbeitslehrerinnen statt. Ein Ansporn für die der W. M. F. angehörigen Besucherinnen
liegt in der Gewährung von Prämien für Fleiß und regelmäßigen Besuch.
1912 beteiligten sich 145 Mädchen, von welchen 105 sich je eine Prämie erwarben.
In Geislingen und Altenstadt wurden in den Jahren 1910/12 eine Reihe von Koch-
kursen unter Leitung ausgebildeter Wander-Kochlehrerinnen des Schwäbischen Frauen
vereins abgehalten, zu welchen die Württ. Metallwarenfabrik, soweit die Kurse in Alten
stadt stattfanden, die erforderlichen Räume zur Verfügung stellte. Durch Veranstaltung
von Abendkursen war es den in unserer Fabrik beschäftigten Mädchen ermöglicht,
ohne Arbeit und Verdienst versäumen zu müssen, sich die notwendigen Kenntnisse und
Fertigkeiten im Kochen anzueignen. Alle Teilnehmerinnen, welche mindestens 1 Jahr
ununterbrochen in der W. M. F. tätig waren, erhielten den hälftigen Betrag der Kurskosten
von der Fabrik vergütet.
Die Gesamtausgabe betrug für 105 Mädchen 1050 M.
Der Unterhaltung, Belehrung und Pflege des Sinns für gute Geselligkeit unter der
männlichen Jugend der Fabrik dient das
JUGENDHEIM. Die Räume desselben befinden sich in einem vor 6 Jahren erstellten
Neubau, in dem auch die Fabrikwirtschaft untergebracht ist.