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Wir glauben, daß die Angelegenheit eine höchst dringliche
Erledigung erfordert, daß insbesondere der Zustand, daß Ar
beiter wie die zu 2 und 3 Genannten ohne jede Unterkunft und
Ernährungsmöglichkeit sind, die schnellste Beendigung erheischt.
Wir dürfen daher wohl einer baldgefälligen Rückäußerung ent
gegensehen.
Essen, den 20. August 1916.
An das Königliche Bergrevier I, II und III in Essen.
Dem Königlichen Bergrevier erlauben wir uns in der An
lage Abschrift einer Eingabe zu überreichen, die wir heute an
den Herrn Polizeipräsidenten hiersclbst gerichtet haben.
Wir bitten auch das Königs. Bergrevier ergebenst, dieser
Angelegenheit, die dort durch eine Reihe von Gewerbegerichts
klagen bereits bekannt sein dürfte, seine Aufmerksamkeit schenken
zu wollen und Maßregeln zur Abhilfe zn treffen.
Wir geben uns der Erwartung hin, daß diese Anregung ge
nügt, diesen unhaltbaren Zuständen ein Ende zu bereiten.
Hochachtungsvoll usw.
Eine weitere Eingabe an den Herrn Polizeipräsidenten
lautete:
Essen, den 23. August 1915.
Unter Bezugnahme auf unsere Eingabe vom 20. August cr.
betreffend die russischen Arbeiter zeigen wir noch ergebenst an,
daß folgende weiteren Arbeiter gern nach Lodz zurückkehren
möchten, sobald sie hierzu Gelegenheit haben:
1. Froin Goskowitsch, obdachlos, beschäftigt gewesen auf Zeche
Matthias Stinnes in Altenessen, Schacht I und II.
2. Jaingel, Fritz, obdachlos, beschäftigt gewesen auf Zeche
Matthias Stinnes in Altenessen, Schacht I und II.
3. Heinrich Lemnowitz, obdachlos, beschäftigt gewesen auf Zeche
Friedrich Ernestine in Stoppenberg.
4. Heinrich Eizenberg, obdachlos, beschäftigt gewesen auf Zeche
Friedrich Ernestine in Stoppenberg.
6. Simon Vogel in Karnap, Ledigenheim, beschäftigt gewesen
auf Zeche Matthias Stinnes in Altenessen, Schacht I und II.
Die in unserer früheren Eingabe Genannten sind wieder
bei uns gewesen, um sich nach dem Erfolg unserer Bemühungen
zn erkundigen. Wir bitten, doch baldgefälligst uns eine Antwort
zukommen zu lassen, wie es mit den Leuten werden soll.