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dje Vorgänge erzeugen großes Mißtrauen gegen das Hilfsdienst-Gesetz,
wenn nicht gegen solches Verfahren des Vorsitzende!, eingeschritten
wird.
In der Hoffnung, daß das hohe Kriegsamt Recherchen anstellt,
gegen das Verfahren des Bergrats Holländer einschreitet
und dafür sorgt, daß man den Bergarbeitern auf Zeche Scholven
und Zweckel entgegenkommt,
zeichnen mit hochachtungsvollem Glückauf!
(Folgen Unterschriften.)
Eingabe uni Veröffentlichung der Lohnstatistik.
Bochum, den 16. Avril 1917.
Da bisher die Lohnstatistik für das 4. Vierteljahr 1916, die
Bergarbeiterlöhne betreffend, noch nicht veröffentlicht wurde,
möchten wir Ew. Exzellenz bitten, dahin Anordnung zu treffen,
daß sie sobald wie möglich der Oeffentlichkeit bekannt gegeben
wird. Dieses würde mit zur Beruhigung der Bergarbeiter beitragen,
d. h., wenn die Lohnstatistik beweist, daß wirklich die
Löhne derart gestiegen sind, wie die Werksverwaltungen den
Arbeiterausschußniitgliedrrn gegenüber erklären.
In der Hoffnung, daß Ew. Exzellenz unserer Bitte in
dieser Hinsicht geneigtes Gehör schenkt und im voraus dankend,
zeichnen
Hochachtungsvoll
(Folgen Unterschriften.)
Die Lohnstatistik wurde bald darauf veröffentlicht.
Am 16- April 1917 reichten die vier Bergarbeiterverbände
eine Eingabe an den Handelsminister Sydow ein, betreffend Beschwerden
von Belegschaftsmitgliedern der Zechen Möllerschächte,
Zweckel und Scholven, folgenden Inhalts:
Ew. Exzellenz!
Beauftragt von den organisierten Belegschaftsmitgliedern
der Zeche Möllerschächte sowie der Zechen Zweckel und Scholven,
erlauben sich die Unterzeichneten, Ew. Exzellenz folgendes zu
unterbreiten:
Es ist sicher Ew. Exzellenz noch in Erinnerung, daß sich im
Mai 1916 der Belegschaften verschiedener Zechen eine starke Erregung
Hnnächtigte, da man dort das System des Ueberladens
der Förderwagen (Kränze laden) einführte, so auf den Zechen
Hermann, Prosper, Matthias Winnes und Carolus Magnus.
Das Verlangen des Kränzeladens ist eine durch nichts zu rechtfertigende
Uebervorteilung der Bergarbeiter, eine Quelle nutzloser
Schikanen und erhöht dabei noch die Betriebsgefahren.