Full text : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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„Stuf  Ihre  Eingabe  vom  17.  April  wird  erwidert,  daß  ans  Grund
der  Nachprüfung  der  Kriegsamtsstelle  und  der  warmen  Befürwortung
seitens  des  stellv.  Generalkommandos  vom  13.  April  vom  Finanzministerium! ­
  die  von  den  Werksbesitzern  zwecks  Ermöglichung  einer
'Lohnzulage  nachgesuchte  KohlenpreDerhöhung  heute  genehmigt  worden
ist.  so  das;  Lohnzulage  erfolgen  wird.  Es  wird  daher  ersucht,  die
Bergarbeiter  Ihres  Verbandes  zur  Ruhe  zu  ermahnen  und  an  ihre
vaterländische  Pflicht  in  diesen  entscheidenden  Tagen  zu  erinnern.
Der  Kommandierende  General:  v.  Schweinitz."

Weiterer  Ausbau  des  Knappschaftswesens.
Am  1.  Mai  1917  richtete  der  Verband  eine  Eingabe  um
weiteren  Ausbau  des  Knappschaftswesens  an  die  Herren  ständigen ­
  Ausschußmitglieder  und  die  hochwohllöbliche  Geneval-Versammlung
  des  Allg.  deutschen  .Knappschafts-Verbandes.  Diese
lautete:
In;  Aufträge  der  im  Verband  der  Bergarbeiter  Deutschlands
organisierten  Knappschaftsmitglieder  erlaubt  sich  der  Unterzeichnete ­
  folgende  Eingabe  an  die  Herren  ständigen  Ausschußmitglieder ­
  und  die  Generalversammlung  zu  richten:
1.  Die  Herren  ständigen  Ausschußmitglieder  und  Teilnehmer ­
  an  der  Generalversammlung  werden  gebeten,  daraus
zu  dringen,  daß  ebenso  wie  jetzt  in  der  Kriegszeit,  mich  in
Friedenszeiten  Militärrenten  nicht  aus  Knappschaftsrenten  angerechnet ­
  werden.  Die  Knappschaftskassen,  die  heute  noch  in
ihren  Satzungen  die  Anrechnung  von  Knappschaftsrenten  ans
Militärrenten  vorsehen,  ersuchen  Ivir  zu  veranlassen,  daß  dieser
Passus  gestrichen  und  auch  in  Zukunft  nicht  wieder  aufgenommen ­
  wird.
2.  Die  Generalversammlung,  der  die  Verschiedenheit  der
Wartezeit  in  den  Knappschaftsvereinen  bekannt  ist,  wird  ersucht,
ihren  ganzen  Einfluß  aufzubieten,  um  die  Kuappschaftsvereine
in  ganz  Deutschland  zur  Einführung  einer  einheitlichen  Wartezeit
  zu  bewegen,  die  möglichst  kurz  zu  bemessen  ist;  ferner  die
Frist,  binnen  der  die  Anerkennungsgebühren  zu  zahlen  sind,  einheitlich ­
  festzusetzen.
3.  Die  Herren  ständigen  Ausschußmitglieder  und  Teilnehmer ­
  der  Generalversammlung  werden  gebeten,  dahin  zu  wirken, ­
  daß  die  Verschmelzung  von  minder  leistungsfähigen  mit
stärkeren  Knappschaftsvereinen  immer  weiter  durchgeführt  wird,
um  so  eine  Stärkung  und  Vereinheitlichung  des  Knappschaftswesens ­
  herbeizuführen,  die  erst  dann  vollkommen  sein  wird,  wenn
für  aanz  Deutschland  e  i  n  Knappschaftsverein  besteht.
4.  Da  heute  noch  eine  Anzahl  von  Knappschafts-Krankenkassen ­
  besteht,  deren  Satzungen  noch  Krankengelder  von  unter
2,60  Mk.  täglich  für  ihre  Mitglieder  selbst  in  der  höchsten  Lohnklasse
  vorsehen,  ersuchen  wir  die  Generalversammlung,  ihre
            
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