Full text: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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man einen nicht mehr Heerespflichtigem aber noch kräftigen Ar 
beiter entläßt, weil er Vertrauensmann einer Zahlstelle unseres 
Verbandes ist. 
Wir ersuchen das Hohe Kriegsamt, einzuschreiten und An 
ordnungen dahingehend zu treffen, daß Pietryga wieder auf der 
Carsten-Centrum-Grube eingestellt und die Verwaltung ans den 
§ 14 des vaterländischen Hilfsdienstgesetzes eindringlich auf 
merksam gemacht wird, sowie auf die Strafbarkeit ihrer Hand 
lung bei Nichtbefolgung des Gesetzes. 
In der Erwartung, daß das Hohe Kriegsamt unserer Be 
schwerde Gehör schenkt, zeichnet 
mit hochachtnngsvollem Glückauf! 
(Unterschrift.) 
Betrifft Staatszuschus; für den niederschlesischen Kohlenbergbam 
Bochum, den 7. November 1917. 
An das Reichsamt des Innern, z. H. Sr. Exzellenz des Herrn 
Staatssekretärs Dr. Schwender, Berlin. 
Unter dem 20. August d. Js. hat der Vorstand unseres Ver 
bandes, und am 11. August unser Bezirksleiter Grüttner in 
Waldenburg (Schlesien) an das Kriegsamt in Berlin eine Ein 
gabe gerichtet, in welcher um Staatszuschüsse für den nieder- 
schlesifchen Bergbau gebeten wurde, damit den dortigen Berg 
arbeitern eine der Teuerung entsprechende Lohnerhöhung gezahlt 
werden kann. Am 2. Sept. d. Js. gab uns das Kriegsamt 
unter Geschäfts-Nr. 1001. 8. 17. A. Z. S. 1 dahingehend Be 
scheid, daß unsere oben genannten Eingaben an das Reichsamt 
des Innern (Reichswirtschaftsamt) abgegeben worden seien. Am 
25. September sprach der ergebenst Unterzeichnete mit noch zwei 
Kollegen bei Ew. Exzellenz deshalb persönlich vor und wir baten, 
die Angelegenheit beschleunigen zu wollen. Ew. Exzellenz woll 
ten erst mit der Finanzverwaltung deshalb Fühlung nehmen. 
Da inzwischen wieder 6 Wochen verflossen sind, und da ferner 
die Lohnhöhe in Niederschlesien trotz der kürzlich eingetretenen 
Erhöhung der Löhne noch nicht ausreichend ist, verdienen doch 
selbst die Hauer nur kaum 8 Mark Pro Schicht, so bitten wir 
ebenso höflich wie dringend, die Angelegenheit beschleunigen zu 
wollen und uns geneigte Anwort zukommen zu lassen. 
Es zeichnet mit größter Ehrerbietung! 
(Unterschrift.)
	        
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