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nur eine Gewerbeform geben: die Arbeitsteilung innerhalb der
Wirtschaft. In einer Gemeindewirtschaft können dagegen noch
andere als die zweite Gewerbeform herrschen; ebenso können in
der Rayonwirtschaft usw. auch andere Gewerbeformen vorhan
den sein. Die in unserer Tabelle angeführten Gewerbeformen sind
nur die typischen. So ist die Fabrik die herrschende Betriebs
form zur Zeit der Weltwirtschaft, obgleich sich noch alle anderen
Gewerbeformen erhalten haben.
Unserer Klassifikation steht am nächsten die Büchersche Ein
teilung in Wirtschaftsstufen. Dennoch scheint diese uns un
genügend zu sein. Bücher teilt die Wirtschaftsstufen (die Wirt
schaftsorganisation nach unserer Terminologie) nach der Länge
des Weges ein, welchen die Güter vom Produzenten bis zum Kon
sumenten zurücklegen. Er unterscheidet auf Grund seines Maß-
stabes folgende Wirtschaftsstufen:
1. Geschlossene Hauswirtschaft.
2. Stadtwirtschaft.
3. Volkswirtschaft.
Da nun die „Länge des Weges“, den ein Gut vom Produzenten
bis zum Konsumenten zurücklegt, gewöhnlich durch den
Umfang der gesellschaftlichen Organisation der Produktivkräfte
bestimmt wird, so muß im allgemeinen die Büchersche Einteilung
mit der unserigen zusammenfallen. Aber erstens erscheint die
„Länge des Weges“ nur als ein Merkmal der volkswirtschaftlichen
Organisation der Produktivkräfte, und es ist unzweckmäßig, dar
auf die Klassifikation aufzubauen. Andererseits läßt Bücher eine
der wichtigsten Formen der Wirtschaftsorganisation außer aeht,
nämlich die Gemeindewirtschaft, in der es ebenso Kunden
produktion gibt wie in der Stadt. Die „Länge des Weges“ ist in
beiden Fällen die gleiche.
Ferner beruht die Büchersche Klassifikation auf der Analyse
bloß der west europäischen Wirtschaft. Denn Rußland hat kein
städtisches Handwerk, das Gewerbe blieb in den Dörfern und be
diente mehr oder weniger umfassende Gebiete, Städte wie um
liegende Dörfer. Die Stadt war also nicht notwendige Bedingung