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I. Die Grundurteile der Politik.
tige Wesen sich selbst und alle anderen niemals bloß
als Mittel, sondern jederzeit zugleich als Zweck an sich
selbst behandeln solle." Das scheint zunächst eine Orga
nisation unmöglich zu machen; setzt sie doch die Errei
chung des Zweckes unbedingt über die einzelnen Glie
der. Betont man aber das Wörtchen bloß (nur), so
kann der Satz sehr gut zur Unterscheidung von Mecha
nismus und Organismus dienen; in jenem ist der
Mensch nur ein Mittel, lediglich ein Werkzeug (z. B.
der Sklave), hier aber herrscht die Überzeugung, daß
auch das Wohl des Einzelnen am besten durch Organi
sation bezw. Erreichung des gemeinsamen Zieles ge
fördert wird und der Einzelne bleibt „Persönlichkeit"
und niemals willenloses Mittel.
Eine ethische Wirkung der Organisation zeigt sich
auch in dem eigentümlichen Gemeinschaftsgefühl, das
sie in ihren Gliedern hervorruft: der Kameradschaft.
Brüderliche Gesinnung kann man in jeder Lebenslage
zeigen, auch als Galeerensklave; gemeinsame Arbeit
erzeugt stets eine Zusammengehörigkeit, die lebhaft
gefühlt wird. (Genossen, Kollegen usw.). Allein die
Teilnahme an einer gut funktionierenden Organisa
tion, wie es z. B. die Armee ist, macht das Ineinander
greifen der Tätigkeit deutlich, bringt das: „einer für
Alle, Alle für einen" zum Bewußtsein und so ist Kame
radschaft in diesem engeren Sinne keine Phrase, denn
sie wird z. B. im Kriege sehr häufig in Handlungen
umgesetzt. Deshalb erleben viele dabei diese Kamerad
schaft als etwas Neues, wenn sie auch das Wort auch
vorher schon oft gedankenlos im Munde führten; der
Zweck des Ganzen, die gemeinsamen Ziele, denen alle
dienen, indem sie sich selbst wechselseitig unterstützen,