Geldsätze im Verkehr
für die Zeit vom
T ä g l i ch - s G e l d
MonatSgeld
Zeit
Berlin
Schecktausch
Frankfurt')
Hamburg
Berlin
Frankfurt
Hamburg
4. 4.
6%-8
7
4-4-,^
7-7%
5%- 6
6-6%
5. 4.
6%-8
6
4-4 •/,
6%—7%
5%—6
6—6%
6. 4.
6»/*—6»/*
5%
4-4%
6%- 7%
5%—6
5%— 6%
7. 4.
4-6
5
8%-4
6%-7%
5%-6
5%—6%
8. 4,
4-6
4%
3%-4
6%-7%
5%—6
5%-6%
9. 4.
3-5
4%
3%-4
6%-7 V,
5%-6
5%—6%
Durchschnitt
5,8%
5,4%
4,0%
7,1%
5,9%
6,1%
28. 8.- 2. 4.
5,3
6,9
4,2
6,7
5.9
6,1
21. 3.-26. 3.
3,6
4,1
3,8
7,5
5,0
6,1
14. 3.-19. 3.
3,9
4,1
3,4
7,6
5,9
0,0
7. 3.-12, 3.
4,9
4,0
4,2
7,4
5,6
5,8
28. 2.- 5. 3.
7,4
6,3
5,3
6,5
5,5
5,6
21. 2.-26, 2.
6,0
4,9
3,8
6,0
5,5
5,3
14. 2.-19. 2.
4,0
4.3
88
5,6
5,2
5,1
7. 2. -12. 2.
4,8
3,8
4,0
5,7
5,1
4,9
31. 1,— 5. 2.
6,2
4,9
5,3
5,9
5,1
4,8
24. 1.—29. 1.
4,0
3.3
3,3
5,7
5,0
5,0
17. 1.-22. 1.
3,5
3,0
3,3
5,5
4.9
5,1
7
3,9
34
3,5
6.0
5.1
5,7
3. 1.— 8. 1.
4,9
5,0
4,2
6,9
0,2
6.1
anderen Banken und Bankfirmen im Reich. Die Festsetzung des Reichs
bankdiskonts sBankrate) erfolgt, um es allgemein auszudrücken, mit Rück-
sicht auf die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse.
st Während auf dem Berliner Geldmarkt das Geld ausgehandelt,
d. h. der Zinssatz jedesmal zwischen Geldgeber und Geldnehmer vereinbart
wird, wird in Frankfurt a. M. der Satz nicht bei dem jeweiligen Abschluß
bestimmt; sondern es gilt, wenn nichts Gegenteiliges vereinbart wird, der
Einheitssatz, der an der Börse durch eine Kommission unter Berücksich
tigung der gesamten Gcldmarktlage des Tages festgesetzt wird. —
Die in Frankfurt a. M. übliche Bezeichnung „S ch c ck a u s t a u s ch" für
„tägliches Geld" erklärt sich dadurch, daß früher, als eiu Abrechnungsverkehr
noch nicht bestand, der Geldgeber dem Geldnehmer einen roten Neichsbankscheck
im Austausch gegen einen roten Neichsbankscheck per nächsten Werktag übergab.
Es erfolgte also tatsächlich ein Austausch von Schecks zwischen Geldgeber und
Geldnehmer.
228
der Banken untereinander
4. bis 9, April 1927.
Privatdiskontcn
kurze Sicht j lange Sicht
Bankgirierte
Warenwechsel
4%
4%
4%
4%
4%
4%
4%
4%
4%
4%
4%
4%
5
4%
4%
4%
4%
4%
4,69%
448% | 4,85%
4.83
4,75
4,65
4,67
4,62
4,58
4,50
4,50
4,50
4,38
5,00
4,94
4,94
4,88
4,83
4,48
4,21
4,12
4,12
4,81
4,17
6,12
4,12
4,71
4,35
4,26
4,29
4,00
4,02
4,22
4,54
4,00
4,02
4,22
4,51
4,30
4,42
4,65
5,32
Bemerkungen
Beim Lombardgeld und auch bei den
Warenwechseln werden die niedrigeren
Sähe ersten Banken und Bankhäusern,
die höhere» besseren Banksirmen und
Provinzbanken berechnet. Sämtliche
Wechselsähe sind Berliner Sähe. Die
Notiz sür Warenwechsel betrifft nur
Wechsel, die von besieren Banken oder
Banksirmen mit ihrem Giro verkauft
werden »nd eine Höchstlauszeit von
3 Monaten haben.
* „ivn*,»wuui|uji oisronnereu in der Regel Banken und Bankfirmen
ihren Kunden die zuin Diskont eingereichten Wechsel, und zum Diskont
tritt häufig noch eine Provision. Es handelt sich hierbei um Wechsel von
Firmen und Personen, die zum Reichsbank-Diskontgeschäft überhaupt nicht
zugelassen sind, oder deren Kontingent bei der Reichsbank bereits erreicht
ist, oder um Wechsel, die mindere Qualitäten besitzen, sei es hinsichtlich der
Unterschriften oder der Laufzeit swenn sie mehr als 90 Tage
beträgt) oder des Zahlungsortes swenn er nicht Rcichsbankplatz
ist). In dem höheren Zins und der Provision steckt auch eine Risikoprämie
der diskontierenden Bank. Der Zinssatz und die Provisionen werden viel
fach durch die Größe des einzelnen Wechsels bedingt. Wechsel von 5000 RM
und darüber lverden z. B. zurzeit von den Banken „glatt zum Banksatz"
söhne Provision) angekauft.
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