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rechnerisch möglich, unterbleiben Goldvcrsendungen doch mitunter ans
praktischen, geschäftlichen oder geldpolitischcn Erwägungen.
Den Gotdimport kann die Zentralnotcnbank dadurch fördern, daß sie
den Preis für Goldmünzen bzw. Goldbarren erhöht. (S. auch den Ab
schnitt „Differenz-Arbitrage".)
ä) Technik des Devisengeschäfts. Der Devisen
kurszettel.
Die Ausführung der Dcvisenanfträge erfolgt zum amtlichen Kurse
oder im f r e i e n V e r k e h r. Der Bank steht cs frei, sich für den beorder
ten Auftrag auch in einer anderen Devise „glatt zu stellen". Das Usance-
geschäft (Handel einer Devise mit einer anderen Devise; Valuta gegen
Valuta) nimmt zeitweise einen großen Umfang an. Auszahlung Paris
tvird z. B. gegen Auszahlung London gehandelt, Tschcchen-Kronen werden
gegen französische Franken eingetauscht usw. *).
Aus einem Devisenkurszettel (vom 9. April 1927):
Es wurden im Usance-Handel London gegen Mailand mit 100,60 bis
100,50, London gegen Madrid mit 27,48 bis 27,50 und London gegen Kabel
New Jork mit 4,8570 gehandelt.
Die Notierung der fremde» Wechselkurse erfolgt au deutschen Börsen
in der Weise, daß angegeben wird, für wieviel Einheiten der fremden Wäh
rung sich die Kursnotiz (in Reichsmark und Pfennigen) versteht. Alle
fremden Wechsel lverden also an den deutschen Börsen für feste Beträge
der fremden Währung notiert; die feste Valuta liegt im Aus
land c. Im Gegensatz hierzu wird z. B. an e n g l i s ch e n Börsen notiert,
loieviel in fremder Währung man für 1 £ erhält; die feste Valuta liegt
hier im Jnlande.
Notiert wird ein Geld- und ein Briefkurs. Zum Vergleich werden die
Kurse des letzten Börseutages mit angegeben.
Die Kurse verstehen sich für „Auszahlung", und zwar Auszahlung in
2 Tagen (mit Ausnahme des am Donnerstag gehandelten Kabel New Jork,
das sich per 4 Tage versteht, da in Nein Jork der Sonnabend kein Zahl
tag ist).
>1 Betr. der V c r b u ch n n g der Usancegeschäfte s. meine „Bankbuchhaltung"
a. a. O. S. 34 ff.