Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Seit dem 1. Januar 1926 besteht in Österreich die Schillings- 
rechnung. 10 000 Papierkronen sind 1 Schilling. Da die Goldkrone 
mit 14 400 Papierkronen stabilisiert worden war, verhält sich der jetzige 
neue Goldschilling zur Goldkrone wie 100 zu 144. Seit März 1926 gab 
die Nationalbank nur noch Schillingnoten aus. 1 Schilling = 0,2117 g 
feinen Goldes — 0,694 Goldkronen — 10 000 Papierkronen (= ca. 
0.60 RM). 
Z. Die Bank von Englands. 
»1 Entstehung und Entwicklung. 
Die größte Notenbank der Welt ist die nach dem Plane des Schotten 
William P a t t e r s o n im Jahre 1694 gegründete Bank»! Eng- 
Ian d. Wie manche andere Zentralbank, und wie die alten italienischen 
Banken, verdankt auch „the old lady of Threodneedle Street“ ihre Ent 
stehung der mißlichen Lage des Staatskredits: 1694 nahm der englische 
Staat eine Anleihe von 1 200 000 £ auf, und die Geldgeber, die sich als 
Korporation bildeten unter dem Titel: „The Governor and the Company 
of the Bank of England", die dieses Darlehen gewährt hatte, erhielten 
außer 8 % Zinsen das Privileg, Noten auszugeben und Bankgeschäfte zu 
betreiben. 
Bis 1826 war die Bank von England die einzige Aktienbank (joint 
stock bank) des Landes, bis 1835 die einzige Londons. 1844 erfolgte 
eine Reorganisation der Bank. Dadurch, Daß alle englischen Banken und 
Literatur: Fritz Burkart, Die fünf großen englischen Depositen 
banken. Basel 1925. O. Hulftegger, Die Bank von England. Zürich 1915. 
Jvar Hultmann, Die Zentralnotenbanken Europas. Berlin 1912. 
Edgar Jaffö, Das englische Bankwesen. 2. Aufl. Leipzig 1910; der s., 
Das englisch-amerikanische und das französische Bankwesen. Tübingen 1915. Paul 
Martin, Die Bank von England, nebst Beiträgen zu ihrer Diskontpolitik 
seit dem Jahre 1844. Berlin 1899. Georg Obst, Das Bankgeschäft. Band 2. 
Bankpolitik. 8. Aufl. Stuttgart 1924. E. von Philippovich, Die Bank von 
England im Dienste der Finanzverwaltung des Staates. 2. Aufl. Wien 1911. 
F. S ch u st e r, The Bank of England and the State. Manchester 1906. A d. 
Wagner, Geld- und Kredittheorie der Peelschcn Bankakte. Wien 1862. A d. 
Weber, Depositenbanken und Spekulationsbanken. 3. Aufl. München 1922. 
Henry Warren, The story of the Bank of England. London 1903. 
Dierschke-Müller, Die Notenbanken der Welt. Berlin 1926.
	        
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