Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Einfluß der Depositenumlaufsmittel auf die Gleichung usw. 
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als „Geldwechsel“ und die dritte als „Tauschhandel“ (harter) erklärt 
worden. Die zweite und vierte sind Banktransaktionen; zur zweiten ge 
hören solche wie der Verkauf von Zahlungsanweisungen für Schecks oder 
die gegenseitige Ausgleichung von Bankclearings, während sich unter der 
vierten Art Transaktionen wie das Deponieren oder die Zurücknahme von 
Geld befinden, was vermittelst Einzahlung von Bargeld oder die Ziehung 
von Schecks geschieht. 
Nachdem wir die Bankbilanzen einer Analyse unterzogen haben, 
können wir nunmehr die Bankdepositen oder den zirkulierenden Kredit in 
die Verkehrsgleichung aufnehmen. Nach wie vor wollen wir die Quantität 
tatsächlichen Geldes mit G und die Umlaufsgeschwindigkeit desselben mit U 
bezeichnen. In gleicher Weise sollen die gesamten Depositen, welche durch 
den Scheckverkehr Gegenstand der Übertragung sind, mit G' und die Durch 
schnitts-Umlaufsgeschwindigkeit mit V bezeichnet werden. Der Gesamt 
wert der während eines Jahres vorgenommenen Käufe ist daher nicht 
mehr durch GU, sondern durch GU + G’U' zu bemessen. Die Verkehrs- 
gleichung gestaltet sich also folgendermaßen: 
GU + G'ü’ = 2pQ = PE i). 
Wir wollen uns nun die Verkehrsgleichung wieder mittelst eines mechani 
schen Schaubildes vorstellen. In Figur 4 ist der Handel nach wie vor auf der 
rechten Seite durch das Gewicht eines Komplexes verschiedener Güter ver 
anschaulicht, deren Durchschnittspreis durch die Entfernung vom Dreh 
punkte der Wage nach der rechten Seite oder durch die Länge des Wage 
armes, an welchem das Gewicht hängt, dargestellt ist. Zur Linken wird 
wieder das Geld (G) durch ein in Geldbörsenform gekennzeichnetes Ge 
x ) Die Verkehrsgleichung wurde auch von Kemmerer in Money and Credit Instru 
ments in their Relation to General Prices, und zwar mit Einschluß des Bankkredits aufge 
stellt, doch ist seine Darstellungsweise eine etwas verschiedene. Daß der Kredit genau so 
wie das Geld auf die Preise einwirkt, ist keineswegs ein neu aufgestclltes Prinzip. Siehe 
z. B. Mill, Principles of Political Economy, III. Teil, XII. Kapitel, § 1 und 2.
	        
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