Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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der Wechselbeziehungen, der mit der Teilung der gesellschaft 
lichen Arbeit in keinem Zusammenhang steht. 
Dessenungeachtet führen, infolge der gegenseitigen Abhängig 
keit aller Teile der sozialen Wirtschaft, auch die verschieden 
artigen Unternehmen einen Kampf untereinander. Die kapita 
listische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die Mehrwert erzeugt. 
Wiederum ist der Verteilungsprozeß der Prozeß der Verteilung 
des Mehrwertes unter den Subjekten der kapitalistischen Wirt 
schaft. Jedes Unternehmen realisiert keineswegs den Mehrwert, 
der von ihm selbst erzeugt wird. Schon das elementarste Gesetz 
des Kapitalismus — das Streben der Profitrate nach Ausgleichung 
— „entstellt“ absolut eine solche Einfachheit der Beziehungen.*) 
Das Bild kompliziert sich noch mehr mit der Bildung von allen 
möglichen kapitalistischen Monopolen. Daraus ergibt sich, daß 
der Kampf um die Teilung des Mehrwertes unter den ver 
schiedenen wirtschaftenden Subjekten (ob Einzelpersonen oder 
Korporationen ist natürlich vollkommen egal) einen verschiedenen 
Charakter tragen muß. Wir werden daher drei Arten des Kon 
kurrenzkampfes zu unterscheiden haben, 
1, Unter Horizontalkonkurrenz wollen wir die Konkurrenz 
unter gleichartigen Unternehmen verstehen. Hier stützt sich die 
im Konkurrenzkampf zum Ausdruck kommende Anarchie auf 
keine gesellschaftliche Teilung, 
2, Unter Vertikalkonkurrenz verstehen wir den Kampf unter 
verschiedenartigen Unternehmen, deren getrenntes Bestehen die 
Tatsache der gesellschaftlichen Arbeitsteilung ausdrückt. 
3, Unter kombinierter (zusammengesetzter) Konkurrenz ver 
stehen wir schließlich den Kampf, den die kombinierten Unter 
nehmen führen, d. h, jene kapitalistischen Einheiten, die ver 
schiedene Produktionszweige umfassen, die also die gesellschaft 
liche Arbeitsteilung in eine technische Teilung verwandeln. 
*) Marx „Kapital", Hamburg, 1919, Band III. Teil I. S. 151.
	        
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