Full text : Der Zucker im Kriege

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für  den  Monat  November  1914
auf  den  1.  November  1914;
b)  für  alle  späteren  Monate
auf  den  15.  November  1914;
zu  b)  mit  der  Maßgabe,  daß  für  die  Zeit  vom  15.  November  1914
bis  zum  ersten  Tage  der  vereinbarten  Lieferungsmonate
Zrvischenzinsen  nach  dem  JahreSfatze  von  6  vom  Hundert  abzuziehen ­
  find.
Durch  das  Ausfuhrverbot  und  durch  die  Aufhebung  der
Börsentermingeschäfte  waren  sowohl  Zuckerindustrie  wie
Zuckerhandel  in  ihren  Grundlagen  aufs  schwerste  getroffen.
Denn  die  Gesamtmenge  des  in  der  Zeit  vom  1.  September  1913
bis  30.  Juni  1914  ausgeführten  Zuckers  war  gegen  die  gleiche  Zeit  des
Vorjahres  wesentlich  zurückgeblieben.  Im  Monat  Juli  1914  gelangten
allerdings  552  200  dz  Raffinade  und  417  000  dz  Rohzucker  zur  Ausfuhr ­
  gegen  560  600  dz  Raffinade  und  153  450  dz  Rohzucker  im
Juli  1913.  Damit  hatle  die  Zuckerausfuhr  am  31.  Juli  1914  nicht
nur  die  vorjährige  Ausfuhrmenge  vollständig  eingeholt,  sondern  sogar
um  240  000  dz  überschritten.  Diese  Steigerung  ist  ausschließlich
auf  die  erhöhte  Ausfuhr  von  Rohzucker  im  Juli  1914  zurückzuführen. ­
  Der  August  1914  blieb  umsomehr  hinter  dem  Vorjahre
zurück.  Ein  Vergleich  der  Zuckerbe  st  ände  am  30.  Juni,  31.  Juli
und  31.  August  der  Jahre  1913  und  1914  ergibt  folgendes  Bild:
1914  1913
Bestände  Abnahme  Bestände  Abnahme
30.  Juni  7  899  771  dz  —  dz  6  9(53  711  dz  —  dz
31.  Juli  5  239  755  „  2  660  016  „  4  754  292  „  2  209  419  „
31.  August  .  ..  .  4  476  931  „  762  824  „  2  387  455  „  2  366  837  „
Am  1.  September  1914,  am  Beginne  des  Betriebsjahres  1914/15,
standen  somit  rund  2  Millionen  Doppelzentner  Rohwert  mehr  zur
Verfügung  als  zu  Beginn  des  Betriebsjahres  1913/14.  Rechnete
man  zu  diesem  Bestände  die  Erzeugung  des  Betricbsjahres  1914/15
mit  mindestens  25  Millionen  Doppelzentner  Rohwcrt  hinzu,
so  standen  dem  deutschen  Volke  29  Millionen  Doppelzentner  Zucker
(Rohwert)  zur  Verfügung^  Nimmt  man  den  durchschnittlichen  Jnlandsverbrauch
  je  Kops  und  Jahr  mit  21,07  kg  Rohwert  an,  so  hätte
diese  Menge  allein  ohne  die  Erzeugung  des  Betriebsjahres  1915/16
bei  gleichbleibendem  Bedarfs  die  Zuckerversorgung  des  deutschen
Volkes  für  24 1 / 3  Monate,  also  vom  1.  September  1914  bis  zum
10.  September  1916  sichergestellt.
            
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