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Diese Darlegungen sind in doppelter Hinsicht von Interesse.
Sie zeigen, inwieweit die Überzeugung von der Sicherheit, die
ein Staatspapier erheischt, damals bereits in das allgemeine Rechtsbewußtsein
eingedrungen war. Sie zeigen ferner, welche Nutzanwendung
man in der Umgebung des Kurfürsten aus den neuen
Verhältnissen zog. Die kurfürstlichen Räte hätten in bestimmter
Richtung noch weiter gehen dürfen, indem sie dafür sorgten, daß
nicht nur die neuen Kapitalanlagen durch Inhaberpapiere bewirkt
wurden, sondern, soweit nötig und möglich, auch die rückwärtigen
Anlagen in Staatspapiere umgewandelt wurden. Wäre das geschehen,
so hätte der Kurfürst bei der Besetzung seines Landes durch die Franzosen
an seinen ausgeliehenen Kapitalien weniger Einbuße erlitten 52 .
Das letzte Darmstädter Geschäft dieses Zeitraums fand im
Jahre 1806 statt und bestand in einem Obligationenumtausch im
Betrage von 111000 fl 24 ff, wobei gegen landgräflich darmstädtische
Papiere zu 4 1 /2°/o eine gleiche Anzahl ebensolcher, aber von den
Landständen garantierter Obligationen zu 5°/o für den Kurfürsten
eingetauscht wurden 53 .
Kurbaden.
Der Kurfürst von Hessen hatte einen großen Posten S^p’rozentiger
rheinpfälzischer Obligationen lit. D in Händen. Als Spezialhypothek
haftete für diese Obligationen u. a. der die Hauptstädte
Heidelberg und Mannheim enthaltende Teil der Rheinpfalz, der durch
den Reichsdeputationshauptschluß als Entschädigung an den Kurfürsten
von Baden gefallen war. Um nun den Schwierigkeiten einer
rechtlichen Auseinandersetzung mit Baden zu entgehen, verstand sich
der Kurfürst von Hessen zu folgendem Vergleich. Er lieh dem Kurfürsten
von Baden ein Kapital von 1 400 000 fl 24 ff zu 4 1 /2°/o,
wobei er mit Einschluß der verfallenen Zinskupons 500 000 fl jener
5 1 /2prozentigen Obligationen al pari in Zahlung gab. Die Resolution
hierüber datiert vom 15. Mai 1804. Die Unterhandlungen hatte ein
früherer Beamter des Kurfürsten, der Geheime Kabinettsrat Kopp,
geführt. Als dieser bereits in Karlsruhe mit der dortigen Regierung
verhandelte, wurde ihm von befreundeter Seite mitgeteilt, daß Kurbaden
auch in Frankfurt negoziiere. Um sich sein Geschäft nicht
zerstören zu lassen, eilte er dorthin, wandte sich, da Rothschild
gerade in München war, an dessen ältesten Sohn Amschel Mayer,
der bereits seinerseits mit Karlsruhe in Verbindung stand und schon
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