Full text : Volkswirtschaftspolitik

IGO

Arbeiterivohlsahrtspolitik.

in  mehrfachen  Richtungen  verbessert  und  ergänzt  worden  und
die  Verbesserungsarbeit  wird  weiter  fortgeführt.  Die  Einzelheiten ­
  des  Aufbaues,  der  zum  größeren  Teile  erst  geschaffen
werden  mußte,  und  der  Regelung  der  Leistungen,  Beiträge
usw.  braucheir  hier  nicht  besprochen  zu  tverden.  Eine  umfangreiche ­
  Literatur  gibt  darüber  und  über  ihre  Bederitung  und
Wirkung  Auskunft.
Das  Vorgehen  Deutschlands  hat  allenthalben  die  Frage
der  zwangsweisen  Arbeiterversicherung  in  Fluß  gebracht.
Manches  ist,  wenngleich  in  airderer  Form,  auch  in  nichtdeutschen ­
  Ländern  geschehen.  Österreich,  Ungarn,  Luxemburg ­
  haben  bereits  die  zwangsweise  Kranken-  und  Unfallversichemng
  ausgebaut,  Norwegen,  Finland,  Italien,  die
Niederlande  die  Zwangsunfallversicherung.  Die  einzelnen
Länder  sind  dabei  sehr  verschieden  vorgegangen,  um  sich  ihren
besonderen  Verhältnissen  besser  anpassen  zu  können.
Daß  die  zwangsweise  Arbeiterversicherung  einer  Ergänzung ­
  bedarf  in  bezug  auf  Witwen  und  Waisen  aus  Anlaß  von
Todesfällen,  die  von  der  Unfallversicherung  nicht  erfaßt  sind,
wird  fast  allgemein  anerkannt.  Bis  jetzt  ist  es  dazu  uicht  gekommen, ­
  abgesehen  vom  Bergbau  in  Ländern  mit  entwickeltem ­
  Knappschaftskassenwesen  (wie  in  Deutschland  und
Österreich)  und  seit  1.  Januar  1907  vom  deutschen  Seemannsberufe. ­
  Die  geldliche  Seite  wie  die  versicherungsfachliche
Seite  bereitet  besondere  Schwierigkeiten  bei  der  Verallgemeinerung ­
  der  zwangsweisen  Witwen-  und  Waisenversicherung, ­
  und  das  hat  die  Lösung  der  Aufgabe  verzögert.  In
Deutschland  sind  indes  bereits  vorbereitende  Schritte  geschehen. ­
  Das  Zolltarifgesetz  vom  25.  Dezember  1902  hat  in
815  die  Verwendung  desjenigen  Teiles  der  Zollverträge  auf  i
Roggen,  Weizen  (Spelz),  Rindvieh,  Schafe,  Schweine,  Fleisch,  ,
Schweinespeck  und  Mehl,  welcher  den  durchschnittlichen  Zollreinertrag ­
  der  Jahre  1898-  1903  aus  diesen  Waren  auf  den
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.