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Die Hamburger Anlage ist, wie erwähnt, in den Dienst
der H.A.L. gestellt, die ihre Kohlen aus Rheinland-Westfalen bezieht.
Die Kohlen werden von den Kippern in Leichter umgeschlagen,
die dann zum Bunkern an die Schiffe fahren J ), sei es
im Hamburger Hafen oder in Brunshausen bei Stade, wo die
größten Passagierdampfer wegen ihres zu hohen Tiefganges ankern.
— Neuere Untersuchungen haben ergeben, daß durch die beschriebenen
Kipper, bei denen die Kohle durch den tiefen Fall
zertrümmert wird, Qualitätsminderungen entstehen bis zu 15,
ja 20%!
Man ist deshalb zu Konstruktionen übergegangen, die das
Fallen der Kohle und zugleich die erhebliche Staubentwicklung
möglichst einschränken sollen und ist dabei zu den sogenannten
Schwingkippern, verbunden mit einem Teleskoptrichter gekommen.
»Bei diesem Kipper wird die Plattform mit dem Waggon, die
über die Kaimauer mit ihrem Vorderrande in einer sich abwärts
neigenden Kurve selbsttätig hinausschwingt und mit ihrem hinteren
Ende gleichzeitig auf einer aufwärts gehenden Kurvenbahn auffährt
und dabei selbsttätig gebremst wird, bis über die Schiffsluke
gebracht und der Wagen unmittelbar in das Schiff, bezw. in einen
stets bis zum Trichterhals gefüllt zu haltenden und unten offenen
Schüttrichter mit Teleskoprohr entleert, indem die Kohle entsprechend
der jedesmal zugeführten Menge durch allmähliches
Heben der Teleskoprohre fall- und stoßfrei auf den Schiffsboden
bezw. auf die schon geschüttete Kohle hinunterrutscht« 2 ). Der
Hamburger Staat plant den Bau von zwei solchen Seeschiffsschwingkippern,
von denen vorläufig einer in Angriff genommen
werden soll, dessen Baukosten auf 130000 Mk. veranschlagt
sind, excl. 40000 Mk. für Fundamente. Außerdem sollen
noch zwei Schwingkipper für Flußschiffe gebaut werden, die sich
lediglich durch ihre Größe von den Hochseekippern unterscheiden.
Auch von diesen ist vorerst der Bau des einen in Angriff genommen
worden und sind die Gesamtkosten mit 75000 Mk. in
Ansatz gebracht worden. Die Leistung der großen Schwingkipper
soll 30 bis 40 Waggons a 15 Tonnen pro Stunde betragen. Ob
solche Leistungen wirklich erreicht werden, hängt von den Rangiereinrichtungen
und von den zur Verfügung stehenden Fahrzeugen
ab. Denn es ist selbstverständlich, daß z. B. das selbst-*)
Preis de? Wassertransportes 50 Pfg. per t, bei Schleppdiensten 70 Pfg. per t,
lt. Angaben der Hapag-K.ohlenabteilung,
“) Bubendey und Meyer, a. a. O. S. 26.