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benschen „Ländle" einen recht eindringlichen Schmuggelhandel nach
Württemberg nnd Bayern sichern, wo alle solche Dinge schon eine
erhöhte Besteuerung erfuhren.
Gs klingt ja heute fast wie ein Märchen, daß einige damalige
Bundesmitglieder teils mehr, teils weniger verschämt den Schmuggel
begünstigten und damit ebensosehr die Rechtsbegriffe ihrer Unter
tanen verwirrten, als sie eine gleichmäßige Zollverwaltung zur
Unmöglichkeit machten. Neben Baden excellierten auf diesem Ge
biete die anhaitischen Fürstentümer, Frankfurt, Sachsen-Coburg u. a.
kleinere Staaten mehr, namentlich solche, die dem preußischen Gebiete
benachbart lagen oder von ihm gar eingeschlossen waren. „So
entstand unter dem Schutze der kleinen Höfe an den preußischen
Binnengrenzen ein Urieg aller gegen alle, ein heilloser Zustand,
von dem wir heute kaum noch eine Borstellung haben. Das Volk
verwilderte durch das schlechte Handwerk des Schwärzens. Zn die
zollfreien Packhöfe, welche überall dem preußischen Gebiete nahe
lagen, traten alltäglich handfeste, braune Gesellen. Die Zacken
auf Rücken und Schultern ganz glatt gescheuert, manch einem schaute
das Messer aus dem Gürtel; dann packten sie die schweren Waren
ballen auf, ein landesfürstlicher Mautwächter gab ihnen das
Geleite bis zur Grenze und ein „Helf Gott" mit auf den bösen
Weg. Der kleine Mann hörte sich nicht satt an den wilden Aben-
teuern verwegener Schmuggler, die das heutige Geschlecht nur
noch aus altmodischen Romanen und Zugendschriften kennt."
(Treitschke.) Was aber hier in Bezug auf Preußens Nachbarn ge
schildert wird, das galt ebenso von den kleineren und größeren
Nachbarn Württembergs und Bayerns.
Diese beiden Staaten nun hatten nicht vergessen, wie nahe
sie in den Darmstädter Verhandlungen einander gestanden hatten.
Warum also nicht den freilich in ganz anderem Sinne gemeinten
Nebenius'schen Vorschlag benutzen und sich von den übrigen ab
sondern? Zunächst hatte Württemberg seine eigene Position ver
stärkt , hierin, wie wir sehen werden, ganz dem Vorbilde Preußens
folgend, indem es im Frühjahr 182f die beiden Hohenzollernschen