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Eine blauere Nuance wie das Eosin zeigt das Erythrosin — das Kaliumsalz
des Tetrajodfluorescëins.
Die Resorcinfarben, wie auch die noch zu besprechenden Naphtolfarben,
haben nur ungefähr den zehnten Theil des Färbevermögens wie die Anilinfarb
stoffe.
EoiiN.
Das Eosin ist demnach keine Anilin-, sondern eine Resorcin-
Farbe. lieber das Resorcin besitzen wir physiologische Versuche nicht;
nur Eulenberg erwähnt, dass ein Nitroproduct desselben, das Trini-
troresorcin unschädlich sei, indem Tauben 1 g pro die vertrügen.
Die Erkrankungen der Arbeiter in dem Eosin-Raume sind in Tab.
E. 9 und E. 18 enthalten. Aus letzterer ist ersichtlich, dass im
Durchschnitt 17 Arbeiter beschäftigt wurden, und dass auf diese pro
Jahr 16 Erkrankungen, also fast 100 pCt. kamen. Unter diesen
nehmen die erste Stelle die 17 Fälle von Hyperidrosis localis ein,
welche des Näheren in Abschnitt E. gewürdigt werden. An sie
schliessen sich die Verletzungen, ebenfalls in einer Anzahl von 15
Fällen und 11 Fälle von Erkrankungen der Verdauungswerkzeuge.
Mit Eosin machte ich durch 2 Monate Fütterungsversuche. Zuerst erhielten
2 Lapins innerhalb 10 Tagen 2 g Eosin, benutzt zum Färben von Gerste. Dann
erhielten dieselben Thiere innerhalb 8 Tagen 5 g und dann 3 andere Thiere in
gleicher Zeit ebenfalls 5 g Irgend eine Aenderung in dem Befinden der Thiere
konnte nicht nachgewiesen werden. i
Auch mit Erythrosin machte ich Versuche, indem ich an 3 Lapins 5 g des
selben, auch zum Färben von Gerste benutzt, verfütterte. Irgend welche G.çsund-
heitbstörungen traten nicht zu Tage.
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M) Der Naplitol- und Orange - Kaiiiii.
Am Schlüsse der Anilinfarbenbranche bringen wir das Naphtol
und seine als Farbstoffe werthvollen Abkömmlinge; letztere sind ent
weder Diazoverbindungen der Sulfosäuren der Amide (Anilin und seine
Homologe, Naphtylamin) in Verbindung mit Phenolen (Phenole der
Penzolreihe, Naphtol) oder Kupplungen der Sulfosäuren des Naphtols
mit den Diazoverbindungen des Benzol’s und seiner Homologe, des
Naphtalin’s, der Aether der Phenole.
Die Farbstoffe, welche entstehen, sind gelb, orange, braun, roth bis violett,
und zeichnen sich durch grosse Aechtheit aus; sie sind bestimmt, die Kurkuma
wurzel, das Flavin, die Cochenille, die Orseille zu verdrängen.
Das Naphtol ist das Phenol des Naphtalins und wird erhalten aus der
Naphtalinsulfosäure durch Schmelzen mit Natron und Zersetzen der in Wasser
gelösten Schmelze mit einer Säure; es scheidet sich hierbei als blättrig krystalli-