Staat shilfe
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î'frô Deutsche Reich und die Social-Demokratie.
Inhalt Staatshilfe. Reichsfeindlichkeit. Deutsch.franzôsischer
nrg. ^iegestaumel. Plünderungen, àiegsursache. Teutscher
Reichstag. Deutscher Äaiser. Fürst Bismarck.
Deutsches Volk.
-^ie von ^assalle proklamirte „Staatshilfe" als Mittel
Lösung der socialen Frage konnte dem äußern Wortlaut
nach den Glauben erwecken, als läge eine Kräftigung der
deutschen Staatsgewalt auch im Interesse der deutschen
^ocial-Demokratie, als sei ein mächtiger Staat für den die
"^taatshilfe" fordernden Socialismus auch die für seinen
Ş'eg nothwendige Borbedingung, so daß also die neue Macht
stellung, welche der deutsche Staat mit der Wiedererstehung
de» Deutschen Reichs eingenommen hat. auch von der Social-
emokratieganz besonders freudig hätte begrüßt werden müssen,
so .Ģ""de das Gegentheil ist der Fall. Richt die Stärkung,
^ '.die Schwächung der bestehenden Staatsgewalt führt
eine» Demokratie der Berwirklichung ihrer „Staatshilfe"
1 chritļ näher. Denn die Staatshilfe in socialistischem
T llC 1 * weiter nichts, als die Selbsthilfe des Proletariats
urch as Mittel der in seine Hände gelegten Staatsgewalt.
,[ C geforderte „Staatshilfe" ist kein Appell an den gegen»
wärtigen Etaat, einerlei ob er monarchischer oder republika
nischer Berfassung ist, sondern nur ein verblümter Ausdruck
stir die Forderung, daß das Proletariat vor allen Dingen
"âch dem Besitz der Staatsgewalt trachten, vorerst die
Herrschaft im Staat erobert haben müsse, bevor an die
Möglichkeit einer Berwirklichung seiner socialen Ideen nur
gedacht werden könne. Den Herrschaftsgelüsten des Prole»