Ausgangspunkt und Kern des Problems.
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ziffernmäßige Mitte zwischen Anfangs- und Endwert
zu sein braucht. Es ist dies also ein gewisser Mittelweg
zwischen C und D.
Ein Beispiel mag diese verschiedenen Wege erläutern:
Anschaffungspreis 1200 000 M., Gebrauchsdauer 12, bei Jah
resbeginn noch 10, bei Jahresschluß 9 Jahre, Wert bei Jahres
beginn 2 400 000 M., bei Jahresschluß 9 000 000 M., mittlerer
Wert im Jahre 6 000 000 M. Nach A. wäre trotz der Ver
minderung der ferneren Gebrauchsdauer um 1 / 10 nichts abzu
setzen, da der Geldwert sich nicht verringert hat, nach B.
1 200 000:12 = 100 000 M., nach C. 2 400 000:10 = 240 000
Mark, nach D. 9 000 000.10: 9 X Vio = 1000 000 M., indem
im Falle D. gerechnet wird: der noch 9 Jahre gebrauchsfähige
Gegenstand ist 9 000 000 wert; bei noch zehnjähriger Gebrauchs
fähigkeit würde er 9 000 000.10: 9 = 10 000 000 M. wert sein,
also um 1 000 000 M. mehr als er infolge der Abnutzung wert
ist. Nach E. wären abzusetzen 6 000 000:10 = 600 000 M.
Bei im wesentlichen gleich bleibender Kaufkraft des Geldes
wird nun ein Fall, wie er in diesem Beispiele konstruiert ist,
daß nämlich der Wert trotz Abnutzung über die Beschaffungs
kosten und sogar trotz fortschreitender Abnutzung immer weiter
steigt, in der Regel nicht eintreten,- sondern regelmäßig der
Wert mit fortschreitender Abnutzung immer weiter unter die
Beschaffungskosten sinken, die Wertverminderung aber sich
approximativ in einer Quote der Beschaffungskosten ausdrücken \
lassen, die sich zu diesen verhält wie die Zeitdauer, um
die die weitere Gebrauchsfähigkeit am Ende des maß
gebende» Jahres geringer ist, als sie bei der Beschaffung
war, zu der gesamten Dauer der Gebrauchsfähigkeit. Bei
spiel: Anschaffungspreis für den Gegenstand von zehn
jähriger Gebrauchsdauer 1000 000 M., nach Ablauf eines
Jahres beträgt die Gebrauchsdauer noch 9 Jahre, nach Ablauf
eines weiteren Jahres infolge stärkerer Abnutzung nur noch
7 Jahre: dann wären abzusetzen für das erste Jahr 100 000,
für das zweite 200 000 M., und der Wert betrug, wenn eine
wesentliche Aenderung der Preise nicht eingetreten ist, am
Ende des ersten Jahres noch 900 000, am Ende des zweiten
noch 700 000 M. Es erhellt zunächst, daß dann die Methoden
A. und B. zu demselben Ergebnisse führen. Der Geldwert hat
sich um 100 000 und 200 000 M. verringert, von den Be
schaffungskosten sind 100 000 und 200 000 M. konsumiert. Wie
stellt sich dann die Rechnung nach C.? Abzusetzen sind im
ersten Jahre 1 / 10 von 1 000 000 = 100 000, im zweiten (9—7=)
2:9 von 900 000 = 200 000 M., also dasselbe Ergebnis wie
nach A. und B. Und nach D.? Wäre der Gegenstand im
ersten Jahre nicht abgenutzt, dann würde er an dessen Ende
noch wie am Anfange 10 Jahre brauchbar sein, also um 1 / 9