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ln ausgedehnten Böttcherwerkstätten, Dampf- und Brüh
häusern werden Fässer aller Art hergestellt und präpariert,
deren Vorbehandlung für Cognac-Lagerung und Versand ganz
besondere Sorgfalt erheischt. In den Kellerhallen sowie in der
Brennerei sind etliche eingeschulte französische Fachleute aus
der Charente tätig, während die anderen Böttcher und Küfer
aus München selbst stammen, das infolge der Bierindustrie einen
sehr guten Arbeiterschlag besitzt. Im ganzen beschäftigt die
Fabrik trotz des überwiegend elektrischen und Dampfbetriebes
etwa 50—60 Arbeiter, darunter 10 Frauen und Mädchen, welche
das Abfüllen und Waschen der Flaschen besorgen. Die Durch
schnittslöhne belaufen sich für die männlichen Arbeiter auf
28 Mark, für die Arbeiterinnen auf 13—14 Mark pro Woche.
Die Fabrikate der Firma, die Weltruf genießen und den fran
zösischen Erzeugnissen heute gleichwertig sind, beherrschen
den Münchener Markt, verteilen sich aber mit über 70 °/o auf
das übrige Deutschland und das Ausland. In Cognac in Frank
reich besitzt diese leistungsfähige Firma eine Zweigniederlas
sung, ebenso in Mainz, dem Zentrum des rheinischen Weinbau
gebietes. ' ;
München gehört neben der Reichshauptstadt Berlin zu
den Städten, in denen das Bekleidungsgewerbe sehr be
deutend entwickelt ist. Der dauernd sich steigernde Konsum
für fertige Kleidung, namentlich auf Seiten des männlichen
Geschlechts, hatte zur Entwicklung von Kleiderfabriken geführt,
deren größte und bedeutendste, die Kleiderfabrik Isidor
Bach, offene Handelsgesellschaft, deshalb auch ein rein kon
sumorientiertes Unternehmen ist. Im eigenen Detail
geschäft für fertige Konfektion wird über ein Viertel der Ge
samtfabrikation konsumiert; 60—70 der Produkte gehen
nach dem übrigen Deutschland — im Gegensatz zu München
fast einzig an Grossisten —, während auf den Export nach
Frankreich ünd der Schweiz nur 5—10 o/o des Absatzes gerech
net werden. Hier sind die gegen früher bedeutend ungünsti
geren Zollverhältnisse maßgebend. Während 100 kg Kon
fektion nach den letzten Handelsvertragsbestimmungen 45 Mark
Zoll kosteten, beläuft sich die Zollabgabe für dieselbe Menge
Produkt nach dem heutigen Vertrage mit der Schweiz auf