Full text : Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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Hausbesitzer  wurden  am  folgenden  Tage  brieflich  ersucht,  den
Fragebogen  beantwortet  oder  leer  mit  der  Mitteilung,  daß  die
Beantwortung  nicht  beabsichtigt  werde,  uns  wieder  zuzustellen.
Mit  Ausnahme  von  60  Bogen  gingen  di'ese  Nachzügler  allmählich
ein,  so  daß  Mitte  Mai,  soweit  dringendere  Abgaben  des  Amtes
hiefür  Zeit  übrig  ließen,  mit  der  Bearbeitung  des  Materials
begonnen  werden  konnte.  Eine  vorläufige  Bearbeitung  der  hinsichtlich ­
  der  erfragten  Hypothekenverhältnisse  vollständig  ausgefüllten ­
  Bogen  hatte  zuvor  schon  stattgefunden;  ihr  Ergebnis
konnte  bereits  am  26.  April  dem  Bürgermeisteramt  mitgeteilt
werden.
A,uf  eine  Fülle  notwendig  werdender  Rückfragen  hatten
wir  uns  gefaßt  gemacht  und  der  Gang  der  Dinge  hat  dieser
Befürchtung  vollinhaltlich  «entsprochen.  Einzelne  ganz  hoffnungslose ­
  Bogen  haben  wir  von  vornherein  aufgeben  müssen;
unvollständig  ausgefüllte  wurden  soweit  irgend  möglich  an
Ort  und  Stelle  ergänzt,  irrige  und  zweifelhafte  Eintragungen
in  sehr  vielen  Fällen  aufgeklärt  und  berichtigt,  sodaß  der
unbrauchbare  Rest,  wie  sich  aus  der  folgenden  Aufstellung
ergibt,  nicht  gerade  groß  war.  Nach  der  Beantwortung  unterschieden, ­
  verteilten  sich  nämlich  die  Bogen  wie  folgt:
Bogen
Abgeschickt  604*)

davon  beantwortet:

1.  ganz  brauchbar

436

2.  ganz  brauchbar,  aber  wegen  besonderer  Umstände  nur

teilweise  verwendbar**)

10

3.  teilweise  brauchbar

23

4.  ganz  oder  fast  unbrauchbar

19

5.  nicht  beantwortet

56

und  zwar:

a)  weil  der  Mann  im  Feld  steht

12

b)  weil  „alles  normal  ist“,  das  Haus

„nicht  in

Betracht  kommt“  usf.

7

c)  die  Zwangsverwaltung  oder  der

Nutznießer

keine  Auskunft  gab

5

d)  das  Haus  erst  1915  fertig  wurde

1

e)  „aus  wirtschaftlichen  Gründen“

1

f)  aus  Mißtrauen

2

g)  ohne  Begründung

26

h)  weil  Fabrikgrundstück

2

6.  nicht  zurückgekommene  Bogen

60

zusammen  wie  oben  604

Außerdem  waren  uns  38  Bogen  für  nicht  in  die  Erhebung
einbezogene  Hausgrundstücke  zugegangen,  die  sämtlich  brauchbar ­
  beantwortet  waren,  aus  methodischen  Gründen  von  der
*)  Darunter  19  an  Stelle  von  ebensovielen  Häusern  auswärts  wohnender
Hauseigentümer,  statt  deren  das  im  Adreßbuch  folgende  Haus  in  die  Erhebung
einbezogen  wurde.
**)  Berechnung  der  Miete  nach  dem  Bierverbrauch,  gemeinsame  Haftung
mehrerer  Häuser  für  die  hypothekarische  Belastung,  Beantwortung  für  ein
anderes  als  das  verlangte  Hausgrundstück.
            
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