Heber 1 ), doch ist die Leistung der Becherwerke nur gering, so daß
doch wohl meistens trotz des höheren Preises die Benutzung der
Saugheber wegen der geringeren Zinsverluste und sonstiger Vorteile
ökonomischer ist.
Altona besitzt gleichfalls 2 schwimmende Becherwerke von
je 50 Tonnen stündlicher Leistung. Rotterdam weist außer den
schon erwähnten 12 schwimmenden Getreidehebern mit je 180 bis
200 Tonnenleistung noch folgende Getreidebeförderungseinrich
tungen auf: 4 Elevatoren am Lande (Jäcobsleitern) von 75 Tonnen,
resp. 100 Tonnen, resp. 70 Tonnen, resp. 70 Tonnen Stundenleistung;
9 Elevatoren auf Fahrzeugen (Jacobsleitern), davon 6 der Holland-
Amerika-Lijn eignend, wovon 2 mit 120 Tonnen, resp. 1 mit 100
Tonnen, resp. 2 mit 90 Tonnen und 1 mit 80 Tonnen Stundenleistung.
Außerdem befindet sich im Besitz einer anderen dortigen Firma
ein Elevator mit 120 Tonnen und 2 Elevatoren mit je 60 Tonnen
stündlicher Leistung * 2 ). Die Saugheber sollen viel zu der Hebung
des Getreideverkehrs in Rotterdam beigetragen haben, die man
in den letzten Jahren konstatieren konnte.
Fassen wir noch einmal das über den Getreideverkehr
Hamburgs Gesagte kurz zusammen: Der Umschlag mit Hand
betrieb ist fast gänzlich beseitigt. Die Paternosterwerke haben
nur einen ganz beschränkten Wirkungskreis dort, wo es sich um
derartige Hebewerke handelt, die sich an landfesten Kais befinden
und speziell für Speicher und Waggonladungen bestimmt sind.
Der eigentliche Getreideumschlag ins Flußfahrzeug wird jetzt ganz
von den Saughebern bewirkt.
*) cf. Seite 67.
2 ) Nach W. Cool und A. de Kanter im Bericht über Rotterdam für den
XII. internationalen Schiffahrtskongreß, Philadelphia 1912.