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Anhang zura X. Kapitel.
geht klar hervor, daß eine proportionale Veränderung in 0 und G' (wenn
die U und Q unverändert bleiben) auf sämtliche j> 1 in genau demselben
Verhältnis einwirkt, oder daß einige Preise mehr und andere genügend
weniger als in diesem Verhältnis erhöht werden, um einen Ausgleich zu
schaffen, nach welchem die Verkehrsgleichung bewahrt bleibt. Das all
gemeine Preisniveau verändert sich daher gewissermaßen genau mit G und
G'. Form (3) setzt uns in die Lage, diese Proportionalität durch Formu-
ZpiQi
lierung des Preisniveaus in dem Bruch
VoQi
auszudrücken. Letzterer
variiert direkt mit den G.
In genau derselben Weise können wir feststellen, daß eine gleichmäßige
Veränderung in den beiden U oder irgendeine Veränderung auf der linken
Seite der Gleichung als Ganzes auf die Preise in genau dem gleichen Ver
hältnis einwirkt (wenn die Qi als konstant angenommen werden). Wir
können auch sagen, daß eine gleichmäßige Veränderung in den Q x auf die
Größe Ily in genau demselben und auf l\ in genau dem umgekehrten Ver
hältnis einwirkt (unter der Annahme, daß die linke Seite der Gleichung
unverändert bleibt). Wenn wir Formel 11 benutzen, um das Durchschnitts-
Preisverhältnis auszudrücken, so können wir (so lange sich die Qi gleichmäßig
oder überhaupt nicht verändern) tatsächlich in allen Fällen konstatieren,
daß die Preise „im Durchschnitt“ genau wie die linke Seite der Gleichung
und umgekehrt wie die Qi steigen oder fallen.
Wie bereits bemerkt, sind dies die grundlegenden Theoreme, welche die
Verkehrsgleichung vertritt. Die Beschränkung hinsichtlich der gleich
mäßigen Veränderung der möchten wir gern beseitigt wissen. Als voll
kommen betrachten wir diejenige Indexziffer (soweit sie der Verkehrsglei
chung Genüge leistet), bei der wir, ohne die Beschränkung gleichmäßiger
Veränderung der das obenerwähnte Proportionstheorem anwenden
können, so daß bei den Q an die Stelle der gleichmäßigen Veränderung eine
Dwreftsc/miffeveränderung gesetzt werden kann. Die Tabelle weist keinen
solchen Index auf und jeder derartige Index erscheint unmöglich. Tat
sächlich ist aber dieser Schluß ohne Belang, denn für uns kommen weit
mehr die Preise als die Quantitäten in Betracht, da letztere nur insofern
von Bedeutung sind, als sie für die Preisindizes die Gewichte liefern. Wie
wir bereits bemerkt haben, hat Edgeworth nachgewiesen, daß selbst eine
große Variation im Wiegen verhältnismäßig von geringer praktischer Be
deutung ist.
Die Hauptverwendung der Indexziffern besteht im Vergleich aufein
anderfolgender und nicht weit auseinanderliegender Jahre. Es liegt uns