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Sachen haben. Zu den wichtigsten Faktoren gehören die Füllernten, die
die Natur immer wieder von Zeit zu Zeit den Menschen beschert. Nur mit
wenigen Strichen können hier die Wirkungen der übernormal reichen
Ernten gezeichnet werden 1 ).
Jede Mehrernte bedeutet einen Zuwachs an Reichtum der Gesamtheit,
einen Zuwachs der Gesamtkaufkraft. Es fragt sich nun, in wessen Händen
dieses Plus an Reichtum und Kaufkraft beim Absatz des Mehrproduktes
haften bleibt, denn davon hängt auch der Einfluß der Füllernte auf den
Ablauf des Wirtschaftslebens ab. Dem Mehrangebot der Landwirtschaft
steht zunächst keine größere Kaufkraft der Konsumenten gegenüber —
natürlich unter der Annahme, daß sich im übrigen im Wirtschaftsleben
nichts geändert hat, daß das Einkommen der Konsumenten nicht aus
irgendwelchen anderen Gründen gewachsen ist. Somit kann das Ernteplus
nur abgesetzt werden, wenn die Kauflust durch Preissenkung angereizt
wird. Scheiden wir, um die Darstellung zu vereinfachen, den Fall aus,
in dem das Mehrprodukt von den Konsumenten nicht ganz aufgenommen
wird und nehmen wir an, die Vorgänge spielten sich in einer nach außen
geschlossenen Volkswirtschaft ab. Die Landwirte halten einen um so
größeren Teil des Reichtums- und Kaufkraftzuwachses fest, je weniger
der Preis gesenkt werden muß, je größer trotz Preissenkung ihr Gesamterlös
verglichen mit dem Erlös bei einer normalen Ernte ist. Sie verlieren
das Plus an Reichtum, das sie geerntet haben, ganz, ja sie erleiden sogar
noch einen Verlust, eine Minderung ihrer normalen Kaufkraft, wenn die
Mehrernte erst bei einem Preis absorbiert wird, der ihnen nur einen geringeren
Gesamterlös als in normalen Jahren übrig läßt. Umgekehrt
liegen die Verhältnisse auf seiten der Konsumenten. Sinkt der Preis nur
wenig, so kann das Ernteplus nur aufgenommen werden, wenn die Konsumenten
sich verleiten lassen, einen größeren Teil ihres Einkommens als.
in normalen Jahren zum Ankauf aufzuwenden. Sie haben in diesem Falle
einen Teil des Reichtum- und Kaufkraftzuwachses an sich gezogen, da
sie für die gleiche Einkommeneinheit einen größeren Teil der Ernte erhalten;
aber ihre Kaufkraft für irgendwelche andere Produkte ist gesunken,
da sie über einen größeren Teil ihres Einkommens bereits verfügt
haben. Je mehr nun der Erntepreis sinkt, um so mehr gleitet der Reichtum
Zuwachs aus den Händen der Landwirte in die der Konsumenten, bis
schließlich in dem Falle, wo die Landwirte einen Verlust zu verzeichnen
haben, die Konsumenten für die gesamte Ernte sogar nur einen geringeren
Gesamtaufwand zu machen haben wie in normalen Jahren. Sie haben
*) Dietzel gibt im Artikel ,,Ernten“ im Handwörterbuch der Staatswissen
schalt eine eingehende Darstellung.