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sondern fiel gegen Ende des Jahres 1905, also in ein Jahr mittlerer wirtschaftlicher
Tätigkeit.
Selbstverständlich ist die Aufnahmefähigkeit des nationalen wie des
Weltmarktes auch weiterhin gewachsen, aber der technische Fortschritt
treibt die Leistungsfähigkeit mancher Industriezweige so rasch empor, daß
nur die Jahre der Hochkonjunktur die volle Ausnutzung ihrer Produktivkraft
erlauben. Vor allem vermag die landwirtschaftliche Erzeugung
nicht mit der gewerblichen Schritt zu halten und diese Divergenz wird
wachsen, solange die Technik fortschreitet, ihre Erfolge in der gesteigerten
Massenproduktion liegen und kein Stoffmangel hemmt. Sie wird um so
drückender, je mehr auch in den überseeischen Kornkammern die landwirtschaftlichen
Produktionskosten pro Mengeneinheit wachsen und je
weniger die gesteigerte Massenbeförderung und gewerbliche Massenerzeugung
eine weitere Verbilligung der Einzelleistung und des Einzelproduktes
ermöglicht. Da aber dauernd eine Divergenz, eine Gleichgewichtsstörung,
nicht bestehen bleiben kann, und da eine Anpassung von seiten der Landwirtschaft
immer schwieriger, um nicht zu sagen unmöglich wird, muß sie
vom Gewerbe ausgehen. Über diese Notwendigkeit können die Jahre der
Hochkonjunktur nicht mehr hinwegtäuschen. Vermag der Wettkampf die
Anpassung nicht mehr zu erzwingen, hat die freie Konkurrenz ihre Rolle
ausgespielt, dann müssen beschränkende Organisationen eingreifen und
zwar nicht nur für die Krisenjahre, sondern dauernd.
Eine neue Periode des Überganges von der Freiheit zur Gebundenheit
setzt ein und ruft eine Fülle von Erscheinungen hervor. Nicht in allen
Branchen schreitet die Entwicklung gleichmäßig fort und solange wie
möglich suchen die einzelnen Unternehmungen ihre unumschränkte
Selbständigkeit aufrecht zu erhalten. Aber auch dort, wo die beschränkenden
Organisationen bereits eingeführt sind, bleiben vielfach seitens
ihrer Mitglieder die Bemühungen bestehen durch selbständige Maßnahmen
aus eigener Kraft die Rentabilität ihrer Unternehmung zu heben.