Full text : Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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III.
Die  Mittel  zur  Milderung  der  Folgen  des
Wettkampfes;  insbesondere  die
Kombinationsbestrebungen.
Sinken  im  heftigen  Wettkampf  dauernd  die  Preise,  dann  kann  die
volle  Selbständigkeit  der  Einzeluntemehmungen  nur  aufrecht  erhalten
werden,  wenn  es  gelingt,  die  Kosten  den  Preisen  anzupassen.  Die  wichtigsten ­
  Mittel  der  dauernden  Herabdrückung  der  Produktionskosten  haben
gesteigerte  Massenerzeugung  zur  Folge.  Je  mehr  sich  das  Absatzgebiet
verengt,  je  weniger  leicht  die  schwächeren  durch  die  stärkeren  Konkurrenten ­
  niedergerungen  werden  können,  desto  mehr  spielen  neben  den
Preisen  die  übrigen  Wege,  den  Markt  zu  erobern,  eine  entscheidende  Rolle.
Kann  der  Absatz  nicht  durch  die  Preise  erzwungen  werden,  so  bleibt  nur
die  Möglichkeit,  durch  besonderen  Aufwand  die  Abnehmer  heranzulocken,
den  Absatz  zu  erkaufen.  Es  liegt  auf  der  Hand,  daß  diese  Steigerung  der
Absatzkosten  auf  die  Dauer  nur  getragen  werden  können,  wenn  sie  paralysiert ­
  werden  durch  die  Kostensenkung  der  vergrößerten  Massenerzeugung.
Immer  werden  die  Unternehmungen  eine  Zeitlang  ihre  Rentabilität  zu
heben  vermögen,  die  zuerst  einen  neuen  Weg  der  Markteroberung  eingeschlagen ­
  haben.  Sobald  aber  die  Mittel  allgemeiner  angewendet  werden  und
in  der  Branche  ein  Niederkonkurrieren  der  Gegner  nicht  mehr,  oder  nur
unter  großen  Opfern  möglich  ist,  verwandelt  sich  der  ursprüngliche  Vorteil ­
  in  einen  dauernden  Nachteil:  es  sind  bei  sinkenden  Preisen  und  einschrumpfendem ­
  Absatz  nur  die  Absatzkosten  gestiegen.  Der  Zwang  zur
Konkurrenzregulierung,  der  schließlich  von  den  niedrigen  Preisen  ausgeht,
wird  durch  die  gestiegenen  Absatzkosten  noch  verstärkt.
Die  zum  Teil  außerordentlichen  Ausgaben  für  Reklamezwecke,  angefangen ­
  von  der  kostspieligeren  Ausstattung  der  Waren  bis  zum  Prämienwesen, ­
  bilden  zum  größten  Teil  nur  einen  Passivposten  im  Wirtschaftsleben)
dem  kein  Aktivposten  gegenübersteht,  zumal  wenn  sie  bewirken,  daß
            
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