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die Ausführung des Auftrages überwiesen. Einen stärkeren Einfluß auf die
Versandkosten haben die Produktionsstätten, die sich Verkehrsunternehmungen
zu Wasser und zu Lande angliedern oder in irgendeiner Weise
ihre Tarifpolitik mitbestirnmen können. Der Besitz wichtiger Bahnen
gibt die Möglichkeit offener oder versteckter Bevorzugung der eigenen
Ware: eine wichtige Waffe im Konkurrenzkampf. Der Besitz eines eigenen
Schiffsparkes verleiht nicht eine so große Macht, da eine Beherrschung des
Wasserweges kaum durchführbar ist, es sei denn, daß es gelingt, die meist
große Zahl der Schiffsunternehmungen zu einheitlicher Tarifpolitik zusammenzufassen.
Der Bevorzugung der eigenen Ware stehen also große
Hindernisse entgegen. Dafür gewährt der Besitz eigener Schiffe eine
Sicherheit gleichmäßiger Beförderungskosten, was in der Zeit anziehender
Frachtsätze sehr wertvoll ist. Dieser Vorteil fällt fort, sobald auf
dem Schiffsmarkt die Frachtsätze unter die Selbstkosten sinken, wobei
allerdings zu berücksichtigen ist, daß in der Regel die Selbstkosten des
eigenen Schiffparkes geringer sind als die der unabhängigen Schiffsunternehmung,
wenigstens solange das Produktionsuntemehmen den eigenen
Schiffen eine vollständigere Ausnutzung des Laderaumes sichern kann.
Die Kombination zwischen Produktionsstätten und Händlerfirmen
wurde bereits erwähnt, sie gibt dem produzierenden Unternehmen innigere
Fühlung mit dem Markt und sichert ihm in der schlechten Konjunktur
einen größeren Absatz, während umgekehrt die Händlerfirma besonderen
Nutzen in der Hochkonjunktur aus der Verbindung zieht.
Die Angliederung einer Händlerfirma oder Errichtung eigener Verkaufsstätten
bildet für die meisten Branchen das letzte Glied der vertikalen
Kombination. Nur einige Produktionszweige können noch einen Schritt
weiter gehen, sie vermögen gelegentlich sich selbst den Markt zu schaffen.
Das sind jene, die anderen Unternehmungen die Maschinen, Apparate und
Einrichtungen liefern. Elektrisitätswerke, die Licht- und Kraftzentralen
oder elektrische Bahnen bauen, Maschinenfabriken, die den Bau von Kleinbahnen
übernehmen, sichern sich einen größeren Auftragsbestand, wenn
sie auf den Entschluß, solche Anlagen zu errichten, einen Einfluß auszuüben
vermögen. Der einfachste Weg ist: sie erwerben selbst die Konzession und
bauen entweder mit eigenen Mitteln oder beschaffen das nötige Kapital,
Führen sie die Anlage mit eigenen Mitteln aus, dann müssen sie Sorge
tragen, ihre festgelegten Kapitalien wieder flüssig zu machen. Sie
gründen zu diesem Zwecke eine Kapitalübernahmegesellschaft oder
gliedern sich eine solche Gesellschaft an. Die Kapitalübemahmegesellschaft,
die sich ihre Mittel durch Ausgabe von Aktien und Obligationen
beschafft, übernimmt die Aktien der von der bauenden Firma zunächst
mit eigenen Mitteln errichteten Unternehmungen und behält sie, bis sie