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die sich ergebenden Ballen werden dann durch Pressung möglichst
wenig voluminös gestaltet und mit Decken von Kuhhaar oder Lein
wand umwickelt. Aus diesen vier Sortierungen stellen manche
Händler Sortimente von je zwölf Ballen her; solche Sortimente
heißen „Maxuls“ und enthalten von jeder Sorte einige Ballen, so
z. B. vier Ballen Dubek-, drei Ballen Basma-, drei Ballen Sirapastal-
und zwei Ballen Pastalware.
Das Verfahren, Maxuls zu bilden, findet §ich häufig bei den
Händlern in Xanthi und Smyrna. Doch werden hier auch die
Ballen ein und derselben Qualität zu Partien von so und so viel
Ballen vereinigt und dann partienweise verkauft. In Cavalla und
Samsun, den beiden anderen Hauptstapel platzen für türkische Roh
tabake, kennt man überhaupt keine Maxuls, sondern ordnet und ver
kauft nur partienweise.
Etwa Ende August sind alle für die Zurichtung des Tabaks
erforderlichen Manipulationen und zugleich auch eine zweite Fer
mentation desselben beendet, so daß nunmehr seine Abgabe an die
Industrie erfolgen kann.
C. Der Import nach Deutschland.
Die Händler (meist Griechen), die den Tabak von den Bauern
aufkaufen, führen ihn zum großen Teil auch selbst zwecks Ver
triebes an die Fabrikanten nach Deutschland ein, wo sie haupt
sächlich in Dresden, dem Mittelpunkt der deutschen Zigaretten-
industrie, in weniger großer Anzahl auch in Hamburg Nieder
lassungen begründet haben. Zum Teil lassen diese Händler, falls
sie aus irgendwelchen Gründen keine besondere Zweigniederlassung
in Deutschland begründen wollen, ihre Tabake daselbst auch durch
Vertreter vertreiben, die von ihnen die Ware teils auf feste
Rechnung teils auf Kommission (dies namentlich bei den Refusen)
erhalten.
Direkt vom türkischen Produzenten pflegen die deutschen
Fabrikanten heute nicht mehr zu kaufen. Wohl haben früher
einmal einige Großfabrikanten versucht, den Tabak ohne Vermittlung
des Händlers direkt vom Produzenten durch Kommissionäre an
kaufen zu lassen. Sie haben aber dies Verfahren bald wieder auf
gegeben, da sich infolge der gewaltigen hierdurch erwachsenen
Unkosten (Unterhaltung eigener Manipulations-Magazine, Kommissions
gebühren usw.) der Tabak teurer stellte, als wenn sie ihn in Deutsch
land beim Importeur kauften, bei dem sich alle diese Unkosten durch
Masseneinkauf größten Stiles und genaue Kenntnis der Verhältnisse