Object: Bilanztechnik und Bilanzkritik

Bilanzverlust. 
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Mitunter beschließt eine Generalversammlung, „Betriebs- 
Überschüsse zur Beschaffung von Anlagekapitalien“ zu verwen 
den, ohne sich über die Wirkungen dieses Beschlusses klar zu 
sein. Betriebsüberschüsse als Teile des Reingewinnes einer 
Unternehmung können weder zur Beschaffung von Anlage 
kapital noch zur Schuldentilgung Verwendung finden. Beschließt 
die Verwaltung einer Unternehmung trotzdem, den Überschuß 
Wh angegebenen Sinne zu verwenden, so schafft sie eine dauernde 
Reserve. Betriebsüberschüsse vermehren die flüssigen Mittel, die 
direrseits zur Beschaffung von Produktionsmitteln oder zur 
Zahlung von Schulden verwendet werden können. Die Ver 
wendung von Betriebseinnahmen (nicht Betriebsüberschüsse, wie 
die Praxis sich häufig ausdrückt) zur Anlageerweiterung bewirkt 
eine Verschiebung zwischen Anlage- und Betriebsvermögen, eine 
Änderung in der Zusammensetzung des aktiven Vermögens. 
Z. B. : 
■ 
1. Fall 
2. Fall 
3. Fall |j 
1. Fall 
2. Fall 
3. Fall 
Anlagevermög. 
3 Mill. 
2,7 
8,2 || Kapital 
3 Mill. 
3 
3 
Eiquide Mittel. 
0,5 „ 
0,5 
— j| Reingewinn . 
0,5 „ 
0,2 
0.2 
Die erste Bilanz schließt mit einem Reingewinn von einer 
kalben Million, im zweiten Falle werden 0.3 stille Anlagereserven 
geschaffen, im dritten Falle überdies die Betriebseinnahmen zu 
Erweiterungsbauten verwendet. Hätte die Generalversammlung 
beschlossen, den Betriebsüberschuß zur Erweiterung der An 
lagen zu verwenden, träte an die Stelle eines verteilungsfähigen 
Reingewinns eine offene Reserve. 
Wie wird ein bilanzmäßiger Verlust behandelt? 
1. Er wird vom eigenen Kapital des Unternehmers ab- 
Stschrieben (Kapitalkonto Soll bei der Einzelunternehmung, 
Weitere Einzahlungen auf die jungen Aktien sollten ebenfalls zunächst 
ans dem 15 % übersteigenden Jahresgewinn der Kriegszeit geleistet werden. 
Verein für Chemische Industrie Mainz; Dividende 25%, Bonus 5%, 
Kapitalerhöhung um 900 000 M. zum Nennwert, Einzahlung 20%, der 
Rest aus dem Spezialreservefonds mit 720 000 M. gedeckt. Steueikurs 
Ende 1916 325%; Barabfmdung an Aktionäre, die das Bezugsrecht nicht 
ansüben, 300 M.; Anbietungsverhältnis 4 :1, theoretischerWert desBezugs- 
r ®chts auf Grund des Steuerkurses 45 %.
	        
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