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Weißensee (30. April
1905) 1 Kandidat des
Zentralverbandes und 5
der Gegner gewählt.
Berlin (7. Mai 1905)
21 Kandidaten des Zentralverbandes
und 79 der
Gegner gewählt. Eswaren
hier 100 Vertreter bezw.
Beisitzer zu wählen, für
die fünf Listen im Felde
waren: die des Zentralverbandes,
die des kaufmännischen
Lilfsvereins
(Leipziger Verband), die
des Lirfchschen Vereins
der deutschen Kaufleute,
die des deutsch-nationalen
Handlungsgehilfen - Verbandes
und die einer Anzahl
von Vereinen, die
sich behufs der Wahl auf
eine Kompromißliste geeinigt
hatten. Die auf
diese Listen abgegebenen
Stimmen und demgemäß auf
Deutsch-nationaler Verband
Kompromißliste ....
Zentralverband ....
Lirschsche
Kaufmännischer Lilfsverein
Berlin» t», Oktober 1906
Sehr geehrter Herr!
DU Wahlen der Hrbritgcber-Bdtttzer xum 6$wcrb«gcdcbi
beute freitag jVacbrmttag
statt.
bis 8 (lbr
3bx Wahllokal befindet sich in der
209.1215. Gemeindssehnle, flnncherstr. 65-66.
Da Sie Ihr Wahlrecht nach »ich, ausgeübt haben, ersuchen
wir Sie, dies umgehend zu tun und anliegenden Wahlzettel, der die
aufgestellten Kandidaten enthalt, abzugeben
Hochachtungsvoll
»itS Komitee für die Wahlen der Arbeitgeber.Beisitzer
zum Gewerbegericht.
110. Mahnzettel an die Wähler für die Arbeitgeber-Beisitzer
sie entfallenden Mandate verteilten sich wie folgt:
. . . . . . 3247 Stimmen 31 Beisitzer
2228 „ 21
2146 „ 21 „ .
2109 „ 20 „
743 „ 7 „
10473 Stimmen 100 Beisitzer
Das war für den sozialdemokratischen Zentralverband ein großer Erfolg,
denn an Mitgliedern steht er in Berlin hinter den anderen Vereinen sehr
zurück, was bei der Abhängigkeit und der eigenartigen Atmosphäre, in der
die Landelsangestellten leben, leider nicht wundernehmen kann.
C. Die Tätigkeit der Sozialdemokratie in den Gewerbegerichten.
Da die Kaufmannsgerichte erst im Verlaufe des Jahres 1905 in Tätigkeit
traten, also am Schluffe unserer Epoche erst Monate in Tätigkeit waren,
wäre es geschmacklos, über das Wirken der sozialdemokratischen Beisitzer
viele Worte zu verlieren. Auch unterschied sich ihr Verhalten in keinem
Punkt grundsätzlich von dem der sozialdemokratischen Gewerbegerichtsbeisitzer.
In bezug auf diese trifft auch für Berlin das Arteil zu, das von
der Mehrzahl der unparteiischen Kritiker über das Verhalten der sozialdemokratischen
Beisitzer Deutschlands im allgemeinen in Gutachten und
Abhandlungen niedergelegt worden ist und sich dahin zusammenfassen laßt,
daß sie ihre sozialpolitische Auffassung nicht im Vorzimmer des GMch