Full text: Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905

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Bericht der Kommission 
für das Quartal 19 
Bezirk oder Branche - - - — 
Die 3Commission zählte in der öBerichfszeif QKilglieder. 
Die 3Commission hielt geschäftliche und Werkstatt- 
Sitzungen ab. 
Zöerhsfäffen wurden eingeladen. 
Zöerksfätfen hallen der (Einladung täolge geleistet. 
3n den erschienenen Zöerhsfäffen waren 3CoIfegen beschäftigt; 
daoon gehörten dem Verbände und _ anderen 
(Organisationen, an. 
oJn den Sitzungen erschienen SfCollegen; daoon waren 
3KitgIieder des Verbandes und nicht organisiert. 
Die 3Commission hielt ferner Z^erfrauensmänner-Zöersamm- 
lungan und QKi/glieder- ZDersammlungen ab. 
Die 3Commission hat QKassregelungsSälfe geprüft und 
„..in der Züerwal/ungs-Sitzung befürwortet. 
eintrage an die Schlich/ungshommission sind mal eingereicht 
und die Zöorarbeifen dazu erledigf worden. 
effndere Werkstatt-Streiks und -Differenzen waren — zu ver 
zeichnen und zwar. ...mit und ohne tärbeifsniederlegung. 
B&rlin, den 
tynhtscAzift:^ 
Arbeiterschaft freilich sehr 
viel besser organisiert und 
entsprechend besser vorberei 
tet an, als seine Vorgänger. 
Aber die Massen, die nun 
zu unterstützen waren, hatten 
ebenfalls zugenommen. 
Wieder erging daher 
in großen Versammlungen 
der Aufruf an die Behör 
den, helfend einzugreifen, 
und wieder verlegten sich 
diese aufs hinausschieben. 
Da veranstaltete, nachdem 
eine Amfrage die Existenz 
von mindestens 50000 Ar 
beitslosen festgestellt hatte, 
die Richtigkeit dieser Zahl 
aber bestritten worden war, 
die Gewerkschaftskommis 
sion eine eigene Arbeits 
losenzählung, und zwar 
diesmal eine genaue Auf 
nahme durch Feststellung, 
auf Grund von Zählkarten, 
von Laus zu Laus. Sie 
ward auf Sonntag, den 
1. Februar 1902, angesetzt, 
und an die in Partei und 
Gewerkschaften organisier 
ten Arbeiter Berlins erging 
der Ruf, sich für die Zäh 
lungsarbeit in den Dienst 
der Allgemeinheit zu stellen. 
Er fand im vollsten Maße 
Gehör. So viele Kräfte stellten sich für das Austragen und Einsammeln der 
Zählkarten bereit, daß am Sonntag, den 26. Januar 1902, 550 000 Zählkarten 
von gegen 13000 organisierten Arbeitern in ganz kurzer Zeit in die Wohnungen 
getragen waren, und ebenso prompt erfolgte am Sonntag den 2. Februar 
die Abholung. In der Mehrzahl der Bezirke war, dank der massenhaften 
Meldungen, der Dienst so gut organisiert, daß auf den Einzelnen nur 
zwei Läuser zur Besorgung kamen. Am so besser fiel natürlich diese aus. 
In Berlin ohne Vororte waren 9375 gewerkschaftlich organisierte Arbeiter 
bei ihr tätig, daoon rund 2800 Metallarbeiter, 2000 Lolzarbeiter, 1600 
baugewerbliche Arbeiter, 600 Buchdrucker und Fachgenossen, 500 Buch 
binderei- und Lederarbeiter, 450 Bekleidungsarbeiter, 280 Handels- und 
Transportarbeiter und gegen 100 Kaufleute und Buchhalter. Von den 
Mitwirkenden, welche die Vororte gestellt hatten, sowie den nur politisch 
organisierten Mitwirkenden konnte eine genaue Feststellung der Berufe 
Qivi die O^-mä-nn^r.! 
Ein solcher Bericht ist bei jedem Quartalsschluss an das Bureau abzuliefern. 
Der Bericht wird in 2 Exemplaren ausgefüllt. Den einen Bericht behält der 
Obmann. Er verliest ihn in der Vertrauensmänner- oder Branchenversammlung:. 
Bis zur nächsten Versammlung bekommt ihn der Schriftführer der betreffenden 
Versammlung;, damit die Angaben richtig im Protokoll aufgenommen werden können. 
Nachher muss der Schriftführer den Berscht an den Obmann zurückgeben, der ihn 
zu seinem Gebrauch aufbewahrt. 
Die Namen der an den Differenzen beteiligten Betriebe und andere L 
merkungen können auf die Rückseite des Berichtszettels geschrieben werden. 
Deutscher Ijolaarbelter'Verband, Ortsverwaltung Berlin. 
127. Berichterstattungsformular des Deutschen 
Lolzarbeiter-Verbandes
	        
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