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Antrag die Gemeinde zur Reinigung auf Kosten der Grundbesitzer.
Von der Verpflichtung der Anlieger zur eigentlichen Straßenreinigung,
nahm die Gemeinde deshalb Abstand, weil sie der Ansicht war, daß.
eine geregelte Straßenreiuigung auf die Dauer doch nur von der Ge
meinde gewährleistet werden kann; ferner leitete sie der Gesichtspunkt,,
daß die Sauberkeit der Straßen nicht nur den Hausbesitzern, sondern
der Gesamtheit zugute kommt, diese also auch die Kosten aufzu
bringen habe.
Durch dieses Ortsstatut werden der Gemeinde für die Straßen
reinigung vou Jahr zu Jahr größere Opfer auferlegt werden, doch sind
die Aufwendungen bisher unbedeutend gewesen.
Die Etats bis 1901 weisen keine Beträge aus, erst die Rechnungen
von 1902 ab zeigen folgende Ausgaben:
Jahr
Ausgaben in «F
Quelle
1902
138,67
Rechnung
1903
328,38
„
1901
215,75
„
1905
216,85
1906
30,65
1907
420,08
„
1908
184,02
1909
303,—
1910
1099,53
1911
623,18
„
Trotz größter Unregelmäßigkeit der Höhe der Aufwendungen, die
sich nach. den Witterungsverhältnissen des Jahres richteten, läßt sich
eine Steigerung in den letzten Jahren nicht verkennen. Die Zahlen
des Jahres 1910 erklären sich aus der Anschaffung zweier Schneepfliige
und den Kosten, die mit einem strengen Winter mit starkem Schneefall
verbunden sind.
In ähnlicher Entwicklung befindet sich das Abfuhrwesen; während
sich bei den ländlichen Verhältnissen des alten Dorfes Mißstände irgend
welcher Art nicht herausgestellt hatten, traten diese nach Gründung der
Kolonie Fichtenau auf. Bald wurden Klagen laut, daß manche Bau
stellen als Abladeplätze für Bauschutt, Müll und andere Abfälle benutzt
wurden, ohne daß man diese Rückstände vorschriftsmäßig eingrub. Da
wegen Größe des Bezirks die Polizei nur niangelhaft wirken kann,
Anzeigen auch immer nicht streng genug geahndet wurden, bildete sich
ein großer Übelstand heraus.
Als daun mit Zunahme der Bebauung mit Recht geltend gemacht
wurde, daß es vor allem Pflicht der Gemeinde sei, für einen Müll
abladeplatz zu sorgen, bestimmte man als solchen die Aaskute. Von
hier wurde die Müllablage später nach dem Schulzendienstland, das