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VII Äbidhnitt: Einzelne Schuldverhälmiffe.
Haben würde Dal. Nospatt a. a. O. S, 550 und Iur. Wichr. 1901
S. 523). Immerhin aber iit jene Xaujel nicht völlig bedeutungS-
[08: fie ann nämlich nach Lage des einzelnen Zalles und der Fonfret
möglichef. Auslegung den Sinn haben, daß die Parteien mit diefer
Rlaufjel beim Woichluffe des Vertrags in der Tat gerade die Ver:
einbarung einer SchadenSvergütung für den Fall des Widerrufs oder
Kücktritts gewollt haben, Dies ift aber Tatfrage, wobei insbef.
die Verfehrsfitte hereinipielt. Val. Rospatt a. a. OD. und im Ergebnis
übereinftimmend auch Yeumanıt zu S 652; die gleihe Rechtölage
beftand Hbrigen8 fchon nach früherem Rechte, f. ROSE. Bd. 22 S. 381
und vol. auch Miefenjelb a. a. OD, S. 584.
Aus der Praxis vol. ferner in verfchiedener Sauffaflung Nipr.
5. OLG. Maumburg) Bd. 12 S. 89, Seuft. Arch. Bd. 61 Yix. 200,
SR 1905 S. 73 und 339, Nıpr. d. DLSG. (Dresden) Bb. 12
Nieber die Bewei8lajt hei Widerruf val. Kıpr. d. DLG, (Naum-
_ Burg) Bd. 12 S. 89 gegen Iur. Wir. 1905 S. 73.
€) Neber Verzicht auf Widerruf vgl. au unten Bem. IN, 7,
b) Auch wenn der Auftrag zurücgezogen wird, Kann der Mäkler die ihm
erwachtenen Un ko iten (inSbef. Önfertionskoften) nicht erftattet verlangen,
{. Ripr. d. DLG. (Dresden) Bo. 4 S. 48 und unten Bem. V.
3, Der Mökler haftet feinen Nuftraggeber im Zweifel Für VBorfaßg und dee
(äffigfeit. Für die Zahlungsfähigkeit des Gegenkontrahenten haftet er
in der Regel nicht; vgl. aber auch oben Vem. IT, 1, c.
I. Borausiegungen für das Berdienen de3 Müklerlohns:
L. Allgemeines : ,
a) m allgemeinen i{t hervorzuheben, ‚daß die Bezahlung eines Müklerlohns
regelmäßig auf Bereinbarung beruhen muß. Eine derartige Verein“
a tann aber au itillichmweigend erfolgen, f. hierüber S 653
mit Dem.
Die Bewei8laift trifft den WMökler. .
Der Mäfkler und fein Bertreter muß ferner au zum Ausdrucke bringen,
daß und für wen er Jeine Tätigkeit (ob für den Käufer oder den Vers
Eäunfer) ausitbe, val. hierüber Ripr. d. DUO. Bd. 4 S. 47 und Seuff. Arch.
Bd. 57 Nr. 6, fowie Kur. Wichr. 1906 S. 741, DL®, Stuttgart Recht 1907
Nr. 1430, aber auch Itecht 1908 Nr. 496. Wal. auch unten £
Neber urfädgliden Zufammenhang zwifden Mäklertätigkeit und
Bertragsfchluß 1. unten Bem. 5. ,
Üeber Antpruch des Mükler3 auf Vergütung für eine andere als die ihm
nn übertragene Vermittlung f. Iipr. d. DL®. (Vofen)
Die Buficdherung an den Mälkler, daß er auch dann Brovifion erhalte,
menn der Berkauf nicht durch feine Mitwirkung gefhehen ei,
enthält fein ScohenkungsSverfprecdhen und it daher auch rechtSwirkffam,
menn fie nur mündlich erfolgt, fo Urt. d. OLG. (Darmftabt) vom 7. Sebruar
1902 im „Necht“ 1902 S, 292; dies wird aber doch immerhin vorausfeßen,
daß der Mökler eine gewitje Tätigkeit entfaltet hat. Val. übrigen auch OLG.
Breslau, Hecht 1905 S. 312, Jowie DLSG. Kiel, NRecht 1906 S. 935, ferner
Kipr. d. DLG. (Celle) Bd. 14 S. 29. Vol. auch oben Bem. I, 2, b.
AS allgemeine U wird ferner (in Nebereinftimmung mit dem
;rüheren Rechte, vol. NOS, Bd. 31 S. 289 ff.) anzunehmen fein, daß zur
Begründung des Vrovifionsanfpruchs der Gef häftsherr bis zum Ber»
tragsabihlujfe von der zu deffen Gerbeiführung entwidelten Tätigkeit
des Mäklers (für den Gefchäftsherrn val. NOS. Warneyer Sn 1910
Nr. 318 S. 331), fei e8 von dem Mökler felbit, fet e& von anderen Kenntnis
erhalten muß, da nur unter diefer Borausjekung der Vertragsabichluß des
Gefchäftsherın defjen undedingteS und endgültiges Einverftändnis mit der
Tätigkeit des Mükler8 Ddarlegt, der Gejchäftsherr auch nur bei folcher
Kenntnis imftande i{t, bei der FeftfeBung der Vertragsbedingungen auf den
Mükler und defjen Berglüitung die erforderliche Rücklicht zu nehmen fo ROES.
in SGruchot, Beitr. Bd. 48 S. 344 ff., fomie DL®. Dresden, Recht 1905
S. 224, ROSE. Bd. 68 S. 195, 1. ferner Kipr. d. DLG. [Stettin] Bd. 12
S. 35, echt 1906 S. 240, auch Kur, Wichr. 1906 S. 741 und ROEC. Bd. 31
3, 289, ferner Recht 1906 FDLSG. Dresden] S. 1259 [Willen beider Teile vor
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