Object: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

9 
129 
Kadaver am Ringe befestigt ist, kann verkürzt, verlängert 
werden, je nach Bedürfhiss der Operation, die am Kadaver 
vollzogen wird. 
Sowie der lebendige Ochse eine kurze Zeit an den Hinter 
füssen aufgehängt gewesen ist, steigt ihm das Blut zum Kopfe 
und er verliert die Besinnung. Nun schneidet ihm der Fleischer 
mittelst eines breiten, haarscharfen Messers die Kehle bis zum 
Wirbel dutch. Das Blut strömt reichlich aus und das Thier 
verendet schnell und schmerzlos. Dann schneidet der Fleischer 
den Bauch auf und entfernt die Eingeweide, lässt aber das 
Nierenfett und die Nieren im „Carcass“. Darmfett, Herz, Lunge, 
Leber, Därme werden in besondere Behälter geworfen, der 
Ochse nun, durch Nachlassen der Kette, der Länge nach auf 
den Boden gestreckt. Eine breite Axt trennt den Kopf vom 
Carcass. Jener wandert in einen Behälter für sich. Die Haut 
"'ird abgezogen, die Hufe und die Unterbeine abgehauen, der 
Carcass am Rückgrat in zwei Hälften gehauen, die Kette, 
Welche jede Hälfte trägt, wird so weit angezogen, dass beide 
Carcasshälften, wieder frei über dem Boden schweben. Dann 
Wird jede Hälfte gefasst und leicht in das Kühlhaus gezogen, 
seitlich neben dem Schlachthause liegt und in das jene 
tange an der Decke hinüberreicht, auf welcher der Ring sich 
ortbewegt, an dem die den Ochsen tragende Kette befestigt 
^st. Die Operation des Schlachtens bis zum Kühlhause dauert 
per Ochs ca. 20 Minuten. Vom Eintreiben ins Schlachthaus 
zur Ueberführung ins Schiff vergehen ca. 3 Tage, d. h. 
ritten Tage nach dem Eintreffen ins Schlachthaus gelangt 
der Carcass ins Schiff. 
In dem Kühlhause muss der Carcass zwei Tage auskühlen, 
^nn wird jede Hälfte in ihre zwei Viertel zerschnitten, so dass 
^un zwei Vorder- und zwei Hinterviertel vorhanden sind. 
Je es „Quarter“ wird in eine weisse Leinwand aus grobem 
aumwollstoffe genäht, um das Fleisch vor Unsauberkeit zu 
schützen. Diese Quarter werden in Eisenbahnwaggons, die vor 
em Schlachthause stehen, geladen und sofort zur Dampf- 
schiffwerfte geführt, wo sie schnell in die Kühlkammer des 
ampfers gehängt werden.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.