Full text : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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dene  Getreide  und  das  Chequesystem  für  Zahlungen  der
Farmer  verbunden.  —
Der  Export  nach  Europa  ging  jetzt  noch  fast  ausschliesslich
über  die  genannten  Häfen,  auch  nicht  unbedeutend  über  Montreal ­
  und  Quebek.  Er  ist  hier  in  sehr  wenigen  Händen,  die
ihn  monopolisiren.  In  New-York  sollen  circa  fünf  Häuser  den
grössten  Theil  des  Exportes  beherrschen.  Es  sind  dies  nicht
die  sogenannten  Eisenbahnkönige,  obschon  jene  mit  diesen
Verbindungen  haben  mögen,  auch  wohl  Actien  gewisser,  von
ihnen  benützter  Bahnen  besitzen  und  somit  Einfluss  auf  sie
üben.  Sie  schliessen  Specialcontracte  über  Fracht  von,  sagen
wir:  Chicago  nach  New-York,  mit  Bahndirectionen  ab,  bedienen ­
  sich  aber  auch  der  kleinen  Bootsschiffer,  welche  aus
den  Seen  durch  den  Eriecanal  Getreide  nach  Osten  führen,
und  benützen  zu  ihrem  Vortheile  die  Concurrenz  der  Eisenbahnlinien ­
  untereinander  und  dieser  gemeinsam  mit  den  Canalbootbesitzern. ­
  Bis  vor  einigen  Jahren  waren  die  genannten  Binnenland-Sammelplätze ­
  der  Sitz  des  Getreide-Exportes  nach  Europa,
von  wo  dasselbe  direct  dorthin  verkauft  wurde.  Es  sind  dort
auch  die  ersten  und  grössten  Elevatoren  gebaut  worden,  denn
wo  der  Sitz  der  Getreidespeculation  ist,  müssen  auch  die
Haupt-Getreidelager  sich  befinden.  Neuerlich  ändert  sich  das.
Die  leitenden  Häuser  haben  ihren  Sitz  in  den  genannten  Hafenstädten ­
  am  Atlantischen  Meere  und  lassen  das  Getreide  vielfach
nicht  mehr  in  Chicago  und  Milwaukee  „collectiren“,  wie  man
hier  sagt,  sondern  direct  nach  den  Hafenstädten  befördern.
Viel  Getreide  wird  auch  im  Westen  vermahlen,  namentlich  in
Minneapolis,  St.  Louis,  Chicago,  sowohl  zum  Local  verbrauche
als  zum  Export  des  Mehles.  Die  Müller  machen  den  Agenten
der  Weizenexporteure  beim  Einkäufe  Concurrenz.  So  haben
die  Farmer  drei  Abnehmer:  Weizenexporteure,  Exportmüller
und  Localmüller,  welche  die  Umgegend  mit  Mehl  versorgen. ­

Soweit  Getreide  aber  noch  in  jenen  Binnenstädten  zum  Elevator ­
  geht,  wird  es  nun  per  Bahn  nach  den  Häfen  gesandt,
oder  in  grösseren  Dampfern  über  die  Seen  nach  Buffalo.  Hier
wird  es  in  kleinere  Dampfer,  die  14-  bis  40.000  Bushel  halten,
oder  in  Boote,  welche  von  Pferden  gezogen  werden  und  circa
            
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