Object : Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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Kehren  wir  nun  zum  Ausgangspunkt  unserer  Betrachtung  zurück,  so
können  wir  sagen:  Je  mehr  sich  nach  der  Durchsetzung  der  National-  und
Weltwirtschaft  die  günstigen  Erwerbschancen  verringerten,  je  mehr  der
Produktivitätsfortschritt  erlahmte,  desto  häufiger  mußte  die  freie  Konkurrenz ­
  auch  abgesehen  von  den  Jahren  des  Tiefstandes  der  Konjunkturen
zu  einem  Ringen  gleich  starker  Gegner  führen,  von  denen  keiner  ohne
schwere  Verluste  vom  Kampfplatze  weichen  konnte,  zumal  auf  den  meisten
Gebieten  die  Losung  lautete,  die  Kosten  durch  Massenproduktion  mit  gesteigerter ­
  Maschinen  Verwendung  zu  senken.  In  allen  Erwerbszweigen,  in
denen  der  Druck  der  niedrigen  Preise  infolge  der  verringerten  Fortschrittsmöglichkeit ­
  kaum  noch,  und  zwar  nur  mit  erheblichen  Mehraufwendungen,
paralysiert  werden  konnte,  in  denen  eine  dauernde  Ertragslosigkeit  drohte,
hatte  der  ungezügelte  Wettbewerb  seine  Mission  erfüllt;  es  galt,  neue
Organisationsformen  zu  finden,  die  fähig  waren,  die  Vorteile  der  freien
Konkurrenz  ohne  ihre  Nachteile  zu  vermitteln.
Es  ist  leicht  einzusehen,  daß  schon  kurze  Zeit  nach  der  Durchführung
der  Gewerbefreiheit  in  den  Krisenjahren  die  Bestrebungen  hier  und  dort
auftauchten,  die  Konkurrenz  zu  binden,  daß  sie  aber  in  Deutschland  so
rasch  allgemein  das  Wirtschaftsleben  ergriffen  haben  und  vor  allem  in  einer
Zeit,  in  der  der  Anschluß  an  die  Weltwirtschaft  kaum  erreicht  war,  muß
überraschen.  Die  Erklärung  gibt,  um  es  nochmals  hervorzuheben,  die
Gestaltung  von  Angebot  und  Nachfrage.  Im  Gewerbe  herrscht  überall,  wo
die  Maschine  eingedrungen  ist,  die  Tendenz  zur  Massenproduktion.  Jeder
Fortschritt  im  Bau  leistungsfähigerer  Maschinen  bewirkt  ein  schnelleres.
Anschwellen  des  Angebots.  Da  die  Maschinen  selbst  unter  weitgehender
Beihilfe  von  Maschinen  erzeugt  werden,  ihre  Herstellung  also  derselben
Tendenz  unterliegt,  findet  die  gewerbliche  Erzeugung  technisch  ihre
Grenze  in  der  Rohstoffbeschaffung.  Die  verwertungsbereite  anorganische
Rohstoffmenge  kann  rasch  gesteigert  werden,  wenn  auch  in  manchen
Zweigen  mit  dauernd  steigenden  Kosten,  da  die  Vorräte  mit  günstigen
Abbauverhältnissen  immer  seltener  werden.  Auch  die  organischen  Rohstof ­
  fmengen,  soweit  sie  den  vorhandenen  Vorräten  der  Natur  entnommen
werden,  können  rasch  gesteigert  werden,  aber  auf  die  Dauer  ebenfalls  nur
zu  steigenden  Kosten,  da  die  Vorräte  nicht  im  gleichen  Tempo  nachwachsen
und  die  Erschließung  neuer,  wenn  überhaupt,  so  in  der  Regel  nur  zu  ungünstigeren ­
  Bedingungen  zu  erwarten  steht.  Die  Steigerung  derjenigen
organischen  Rostoffmengen,  die  nur  auf  produktivem  Wege  in  Land-  und
Forstwirtschaft  gewonnen  werden,  ist  dagegen  einer  engeren  Begrenzung
unterworfen.  Auf  weitreichenden,  man  kann  wohl  sagen  auf  den  meisten
Gebieten,  wird  also  die  gewerbliche  Produktion  technisch  nicht  gehindert,
dem  Drang  zur  Massenerzeugung  zu  folgen.  Auch  wirtschaftlich  wird
            
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